Übersetzung

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    • Moin liebe Forums Mitglieder!

      Ich möchte mir ein Kettwiesel kaufen, habe aber etwas Bedenken wegen der standardmäßigen 9-Gang Schaltung. Reicht die Übersetzung aus für Steigung und Gefälle?
      Laut Liste beträgt die Entfaltung 2,3m im 1. und 7,3m im 9. Gang. Mein normales Tourenrad hat dagen einen Bereich von 1,8 bis 9,5m und ich brauche ständig den vollen Bereich. Vor allem eine gute Berg-Übersetzung ist mir wichtig, weil ich keine Lust habe, das KW. am Berg zu schieben.
      Gibt es die Möglichkeit, vorne weitere Kettenblätter mit Umwerfer nachzurüsten?

      Wie sind Eure Erfahrungen zu diesem Thema, vor allem in hügeligem Gelände?
      Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
      Gerd
    • Hallo Gerd,

      ich fahre zwar kein Kettwiesel, sondern ein Lepus, finde aber die Unterschiede in diesem Fall unerheblich. Außerdem bin ich im Begriff, ein zweites Lepus zu bestellen und will beim Zweiten natürlich die Mängel des Ersten nicht wiederholen.

      Also beim Gefälle kann ich Deine Bedenken nicht teilen. Bergab läuft's erfahrungsgemäß auch ohne Strampelei eigentlich "wie von selbst" ;-). Und ob es da schneller oder langsamer geht, ist mir eigentlich egal. Ich finde es allenfalls schade, wenn ich aus Sicherheitsgründen bremsen muss. Meine Bedenken betreffen eher das bergauf Fahren. Da werde ich, weil Kettenschaltung für mich indiskutabel ist, auf die Rahloff-Nabe mit 14 Gängen setzen. Und weil ich die Erfahrung machen konnte, dass ein durchdrehendes Rad einfach beschissen ist, wird das Neue Rad ein Diffenrential haben.
      Weitere Erfahrungsberichte von mir findest Du unter: http://rolf-tiemann.de/fahr-rad/index.htm
      Gruß Rolf
      http://rolf-tiemann.de/fahr-rad/index.htm
    • Also, bergab ist das kein Problem nur steile Abfahrten, aber bergauf sollte man etwas mehr Spielraum haben, besonders wenn man auch mal einen längeren Berg hoch möchte...Also Schlumpfgetriebe, fürs AL den dreifachumwerfer vorne oder die billiglösung: ein zweites Kettenblatt vorne montieren (kettenschutz auf der innenseite weg, dann geht noch eines mit hin ohne Kurbeltausch...(Kosten inkl. Montahe <40,-€!!) . Ohne differential gibt es dann an steilen Bergen noch das Problem, dass mann zwar treten könnte aber durch den einseitigen Antrib das Vorderrad versetzt... also Differntial mit all seinen Vor und Nachteilen (Preis, min. Leistungsverlust...) oder eben an Steilen (ganz steilen) Bergen absteigen und ein paar meter die füße vertreten...
    • Moin Rolf,
      danke für Deine Antwort, aber die Roloff-Nabe ist mir einfach zu teuer.
      Bin auf Deiner Hompage gewesen, ... die reinste Fundgrube! Das Lepus war mir gar nicht so bewußt, weil es das hier auch nirgends gibt. Der Hauptunterschied zum Kettwiesel ist wohl Federung, Gepäckträger und Nabenschaltung? Ist die Federung eigentlich von Nöten? Die Sitzbespannung ist doch gefedert.
      Leider kann ich hier nirgends Liegeräder leihen. So wird meine Kaufentscheidung zum Lotteriespiel.

      Gruß Gerd
    • Moin blume1211,
      Machst Du Spaß, oder was meinst Du mit dem Schlumpfgetriebe?
      Wenn ich Dich richtig verstehe, kann man bei dem Kettwiesel in Aluminium Ausführung vorne 3 Kettenblätter mit Umwerfer bekommen, in der Stahl Ausführung aber nicht? Warum ist das so?

      Gruß Gerd
    • Hallo Gerd,
      ein wesentlicher Unterschied zwischen Kettwiesel und Lepus ist dessen Faltbarkeit. Ohne die müssten wir uns ein anderes (größeres) Auto zulegen. Sonst könnten wir nur rund ums Dorf unterwegs sein. Wenn man's aber eh nicht ins Auto packen will, oder sowieso ein großes braucht und hat, spielt das natürlich keine Rolle.
      Ob man die Federung braucht, hängt von den persönlichen Bedürfnissen (oder Bandscheiben) ab. Wenn Du "hart im Nehmen" bist und glaubst, dass deine Bandscheiben das problemlos verkraften, geht's natürlich auch ohne.

      Zur Schaltung: Kettenschaltung find ich einfach beschissen. Drei Übersetzungsbereiche, die sich überschneiden und dauernd überlegen, wo denn jetzt der nächste passende Gang zu finden ist, finde ich ätzend. Vorher schon schalten, bevor ich den Gang brauche, weil ich später nicht mehr hin komme, finde ich ätzend. Und das ewige Herumfummeln mit zwei Schaltern ist ja sowieso beknackt. Deshalb und überhaupt kommt für mich nur eine Nabenschaltung in Frage. In unserem ersten Lepus ist eine Schimano 8-Gang Nabe, die nach meinen Erfahrungen unten und oben nicht ganz ausreicht. Deshalb wird (im Frühjahr) unser zweites Lepus (auch wenn's am Portemonnaie weh tut. ;) eine Rohloff-Nabe mit 14 Gängen haben.
      Dir möchte ich diese Adresse empfehlen: http://www.schlumpf.ch/md_dt.htm . Dort kannst Du etwas über das "Schlumpf-Getriebe" und noch viel mehr über Schaltungen erfahren. Ich bin ziemlich sicher, dass diese Seite deine Entscheidung beeinflussen wird, weil man mit Informationen erfahrungsgemäß anders (und besser) entscheidet.

      Für dein Problem, einen Händler in deiner Nähe zu finden, empfehle ich Dir, mal bei Hase in der Liste nach zu sehen:
      http://www.hasebikes.com/des/dealer/index.php?land=D . Meiner liegt auch nicht vor der Haustür und ich muss mir jedes Mal überlegen, ob der Anlass die 80 Km (hin und zurück) rechtfertigt.

      Ich hoffe ich konnte Dir behilflich sein.
      Gruß Rolf
      http://rolf-tiemann.de/fahr-rad/index.htm
    • Moin Rolf,
      Donnerwetter, Du kennst Dich aus!

      Habe gerade Deine beiden Links probiert, Klasse! Jetzt weiß ich, daß es:
      a) in Nürnberg 2 Geschäfte gibt, die Hase Räder vertreiben und
      b) ein Mountain Drive gibt, das man in das Tretlager einbauen kann. Was will ich mehr?

      Du hast schon Recht, bei Kettenschaltungen muß man immer mitdenken. Das ist ätzend. Die Lösung mit dem Mountain Drive halte ich aber für eine solide, wirklich akzeptable Alternative zur Roloff-Nabe.

      Du hast mir wirklich sehr geholfen, vielen Dank
      Gerd
    • Hallo Gerd,

      bitte, gern geschehen. Jetzt kann ich Dir nur noch ein glückliches Händchen bei der Wahl deines Trike und des Zubehörs wünschen. Lass mal was von Dir hören bzw. lesen, wenn's so weit ist. Ein Bild von Dir auf dem Trike würde sich sicher auch gut machen.

      Viel Spaß beim Radeln!
      Gruß Rolf
      http://rolf-tiemann.de/fahr-rad/index.htm
    • Gerd wrote:

      Wenn ich Dich richtig verstehe, kann man bei dem Kettwiesel in Aluminium Ausführung vorne 3 Kettenblätter mit Umwerfer bekommen, in der Stahl Ausführung aber nicht? Warum ist das so?

      Gruß Gerd

      Da das Kettwiesel ja so kleine Räder hat ist der abstand zwischen hinterem Schaltwerk und Boden nicht besonders gross. Deshalb verbauen wir Schaltwerke mit einem kurzen Käfig, die nur eine bestimmte (kurze) Kettenlänge kompensieren können. Bei neun Gängen reicht das völlig aus. Will man aber vorne 3 Kettenblätter haben, ist der Kettenlängenunterschied (vorne klein- hinten klein= Kette muss kurz sein, zum andern Extrem: vorne Gross- hinten Gross= Kette muss Lang sein) einfach zu viel für so ein Schaltwerk mit kurzem Käfig! Würde man ein Schlatwerk mit Langem Käfig (wie bei Mountainbikes) montieren, würde dies den Boden umgraben. Soviel zur Theorie!
      Das neue Kettwiesel Al hat eine federnd gelagerte Umlenkrolle in der Schnellverstellung integriert, die das Spannen der Kette übernimmt. So können mit Kurzem Käfig, drei Kettenbätter gefahren werden. Diese Kettenspannvorrichtung passt nicht ans Stahl Kettwiesel. Auch am Lepus gibt es diese funktion nicht.

      Zum Thema Transport: Beim Kettwiesel Al lässt sich der Sitz ganz einfach nacht vorne klappen und der Vorbau einschieben, was es für den Transpot wesentlich kleiner werden lässt als das Stahl Kettwiesel.

      Viele Grüsse Dirk van Rijn
      Hase Team
    • Moin Dirk,

      vielen Dank für Deine technische Erläuterung. Jetzt habe ich kapiert, warum beim Stahl Kettwiesel vorne nicht 3 Kettenblätter möglich sind.

      Finde ich absolut gut, daß sich der Hersteller bei knifflichen technischen Fragen einschaltet.
      Ein Lob auf Qualität der Berichte und Hilfsbereitschaft der Forums-Mitglieder!

      Grüße aus Herzogenaurach
      Gerd