Tegebuch eines Kettwiesel-Ride-Treibers

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    • Samstag, 08. November 2008

      Habe also mein Kettwiesel-Ride bekommen.

      Ausstattung:
      - 8-Gang-Nabenschaltung Shimano Nexus
      - Breiter Sitz XXL, und zugleich erhöhter XXL-Sitz

      Erster Fahreindruck:
      Tolle Strassenlage, gutes Kurvenverhalten.

      Tolles Sitzgefühl, echt bequem, nix drückt. Bewegungsfreiheit ist auch nicht eingeschränkt. Allerdings is das Netz für die kühle Jahreszeit etwas zu luftig. Habe mir dann gleich beim Lidl ne Woll-Stuhlauflage gekauft, 40x40 passt ideal auf dem Wiesel, Wird durch den Haltegurt meiner Tasche an der Lehne gehalten.

      Zur Grösseneinstellung: es hat etwa 10 km und viele Einstellungs-Stopps gedauert bis ich die Ideale Länge hinbekommen habe, nu verstelle ich auch nichts mehr dran. War überrascht wie schnell und unkompliziert das mit der Einstellung hingehaunen hat.
      Nach ner kleinen Waldrunde musste ich feststellen, dass sich der Vorbau gedreht hat, trotz vorgeschriebener Anzugsdrehmomnete der beiden Schrauben am Rahmen. Wieder etwas fester gezogen und wieder das selbe Problem, habe bis 18 fest gezogen aber es verdreht sich immer noch.

      Bei Kurvenfahrten mit gelegendlichen Weelies knackt es ganz laut aus dem Antrieb beim wiederaufsetzen des Rades, es macht dabei keinen unterschied ob linkes oder rechtes Rad, es ist ein unangenehmes Geräusch, was mich beängstigt.

      ... fortsetzung folgt.
    • Sonntag, 16. Nov. 2008:

      - leider sind so manche Radwegschikanen etwas zu eng geraten, ich kam nicht dran vorbei. Welcher Trottel hat sich soetwas einfallen lassen? Musste mein Wieselchen hinübertragen.

      - 50 km Geländefahrten hinter mir: Die investition in das Differenzial in kombination mit der Schaltnabe ist wirklich Gold wert. Beim Umwerfer-Wiesel hätt ich ohne nen Ersatzwerfer keinen km weiter fahren können.

      - Habe den Hard-Trail nicht geschafft, mich hats in einer Linksschräge umgeworfen. War wohl doch etwas zu langsam um die Zentrifugalkräfte ausnutzen zu können.

      - Vorderrad auf MAXXIS RINGWORM umgestellt, gibt subjektiv etwas mehr halt in Asphalt-Kurven.

      - Das knacken aus dem Antrieb ist verschwunden.

      - Ein Gepäckproblem ist gelöst: mein Rucksack passt hervorragend an die Sitzlehnenverlängerung.

      - Die Rückenlehne bietet hervorragenden Seitenhalt.

      - Die Lenkung könnte etwas kürzer übersetzt sein, muss im Gelände zu sehr den Lenker einschlagen :o)

      .... Fortsetzung folgt.
    • ->

      31.12.2008,

      - ca. 1.600 km abgespult.

      - das Wieselchen läuft sehr gut.

      - die Bremsen machen sehr nervige Quietsch-Geräusche (hat jemand Abhilfevorschläge?).

      - Da am Vorderrad unsinnigerweise kein Spritzschutz vorhanden ist, besorgte ich mir so ein Plastik-Teil. Leider ist dieses viel zu kurz geraten, sodass sich die ganze Mocke besonders unterm Gestell und somit auch im Bereich des Lenkungslagers sammelte. Auf die Dauer wird dieses sich wohl nicht günstig auf das Lenkungs-Lager auswirken. Werde mir ein Spritzschutz das fürs Hinterrad vorgesehen ist ans Wieselchen montieren - hoffe dass das hilft.

      - Die kleine Verbindungskette von Getriebenabe zum Differential scheint mir auch nach mehreren Nachstellungen ständig locker zu werden.

      - Die Sitzlehnenerhöhung und die Sitzflächenverlängerung haben leider keine Sicherung vor Verlust, sie rutschen manchmal von der Aufnahme, habe sie schon angebunden. Is schon nervig, nach dem Absitzen diese wieder aufzuziehen.

      - Das Sitznetz der Lehne verrutscht seitlich, sodass es nicht mehr symetrisch auf dem Gestell sitzt.

      - und noch ne dumme Frage: Was soll solch eine Gabel an diesem Trike? Die Dämpfungsgabel am Wieselchen ist ist wohl völlig unterfordert. Meiner unmassgeblichen Meinung nach taucht sie kein Stück ein.

      Allen ein Gesundes und Unfallfreies 2009

      Gruss

      KR
    • Hallo KettRider, ich fahre ein älteres KW Modell ohne Differential, allerdings auch mit Nexus Nabenschaltung. Mir ist auch schon aufgefallen, daß sich die kleine Kette von der Getriebenabe zur Abtriebswelle schneller bzw. stärker längt, als die lange Kette. Mir ist das zum erstenmal nach einer längeren (ersten) Tour mit einigen Steigungen aufgefallen. Meine Vermutung : im ersten Gang ist die Belastung der kleinen Kette sehr hoch (die Untersetzung funktioniert ja "nur" zwischen Pedal und Getriebenabe). D.h. bei viel Betrieb im ersten Gang könnte dieser Effekt besonders wirksam werden. Außerdem wird eine Verlängerung bei der langen Kette durch den Kettenspanner aufgefangen, bei der kleinen kette ist das nicht möglich, also siehts Du den Effekt dort relativ schnell.

      Guten Rutsch

      Martin
    • KettRider wrote:

      - die Bremsen machen sehr nervige Quietsch-Geräusche (hat jemand Abhilfevorschläge?).

      Was für eine Bremse hast Du denn? Die Serienmäßige mechanische Avid BB5? Du bist ja jetzt schon ne ganze weile gefahren, evtl. mal mit Bremsenreiniger die Scheibe reinigen und die Bremssättel neu ausrichten. Oder andere Bremsbeläge probieren. Und auf jeden Fall mal kontrollieren, ob die Scheiben noch perfekt rund laufen.

      KettRider wrote:

      - Da am Vorderrad unsinnigerweise kein Spritzschutz vorhanden ist, besorgte ich mir so ein Plastik-Teil. Leider ist dieses viel zu kurz geraten, sodass sich die ganze Mocke besonders unterm Gestell und somit auch im Bereich des Lenkungslagers sammelte. Auf die Dauer wird dieses sich wohl nicht günstig auf das Lenkungs-Lager auswirken. Werde mir ein Spritzschutz das fürs Hinterrad vorgesehen ist ans Wieselchen montieren - hoffe dass das hilft.

      Das Problem ist, dass das Schutzblech, dass am Kettwiesel mit Starrgabel dran ist, an der Federgabel nicht montiert werden kann, weil die zusätzliche Halterung fehlt.

      KettRider wrote:

      - Die kleine Verbindungskette von Getriebenabe zum Differential scheint mir auch nach mehreren Nachstellungen ständig locker zu werden.

      Meine hintere Kette war schon im Neuzustand recht locker, hat sich aber bisher nicht negativ ausgewirkt. Hast Du denn negative auswirkungen?

      KettRider wrote:

      - und noch ne dumme Frage: Was soll solch eine Gabel an diesem Trike? Die Dämpfungsgabel am Wieselchen ist ist wohl völlig unterfordert. Meiner unmassgeblichen Meinung nach taucht sie kein Stück ein.

      Die Gabel ist billiger Mist. Jedes MTB für 500Eur hat eine bessere Gabel dran.
      Leider ist die Whitegabel sehr teuer und die Auswahl an Federgabeln für 20 Zoll Räder sehr übersichtlich, zumal ja auch noch die Lenkung unten irgendwie fest gemacht werden muss. Vermutlich fährt man mit der Starrgabel und einem breiten Reifen mit weniger Luftdruck am besten.
      Kettwiesel AL mit Rohloff und Differential
    • Dienstag, 06. Jan 2009:

      Thema Schneetauglichkeit des Wieselchens:

      Recht schön hats auch bei uns geschneit, bei der Gelegneheit konnte ich mein Ride bis jetzt für ca. 60 km so richtig toll durch Schnee und Matsch treiben.

      - Schneehöhe ca. 20 bis 30 cm: absolut kein Durchkommen. Ich komm mir vor wie eine Schneefräse, die Hinterräder wirbeln zwar ne menge weisses Puder auf, aber der Vortrieb lässt wirklich zu wünschen übrig.

      - Leider sind unsere Radwege nicht breiter als 50cm geräumt. Also fuhr immer ein Rad durch den Schnee. Bedauerlicherweise auch hier ein echt schlechtes vorankommen. Laufen wäre hier wohl angebrachter gewesen.

      - wie bereits beschrieben: aufgrund des fehlenden Schutzbleches wurde die Lenkachse unterm Sitz dermassen mit Salz und Steugut (Granulat) ausgesetzt sodass bereits jetzt schon ein starkes knarren und schleifen aus der unteren Gegend zu vernehmen ist. Mal sehen wie sich das auf die Zukunft der Mechanik auswirkt. Eine Art Schutz des Lenklagers wäre dennoch Werksseitig zu empfehen, wenn sich schon das Schutzblech erspart bleibt.

      - Sehr positiv ist zu bemerken, dass die Spurtreue auch bei niedrigeren Schneehöhen (>10 cm) und rutschigen Fahrbahnen sehr gut ist. Auch oder besonders durch das Differential ist ein super Vortrieb gewährleistet.

      - Gut zum üben: immer das durchdrehende Rad manuell abbremsen, damit die Antriebskraft auf das Rad mit mehr Bodenkontakt geleitet wird, ansonsten ergeben sich die bekannten und oft benannten Übersetzungsphänomene.

      - Die Bremsen sind leider sehr untauglich (nicht nur) für solche Aktionen.

      Gruss

      KR