Kettenblatt am Kettwiesel

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    • Hallo Guido,

      von deiner Angabe "52 - 21 - 26 - 18" ist der Teil " - 26 - 18" unwichtig. Das beschreibt nur was nach der als Zwischengetriebe genutzen Nabe geschieht. Diese Sekundärübersetzung sorgt lediglich dafür, das die 20" Räder auf 28" 'vergrößert' werden. (Wenn man die Gesamtentfaltung berechnet, um zu wissen ob man die Berge noch schafft oder in der Ebene flott wird, braucht man natürlich alle 4 Angaben.)

      Rohloff schränkt nur das Eingangsdrehmoment ein.

      Wenn man in die Rohloff-FAQ (http://www.rohloff.de/de/produkte/speedhub/kettenuebersetzung/index.html) schaut und die angegebenen 4 Beispiele für die minimale Übersetzung ausrechnet, dann kommt immer ungefähr eine Übersetzung von 2,4 heraus. Das bedeutet bei deinem 21er Ritzel, dass das Kettenblatt nicht kleiner als 50 Zähne sein sollte.

      Achtung, bei Tandemeinsatz oder Personen über 100 kg Körpergewicht will Rohloff noch 2 Zähne mehr.
      - Wobei sicher nicht der Tandembetrieb von Kettwiesel und Lepus gemeint ist. Dort hat ja jeder seinen eigenen Antrieb. Beim Normaltandem dagegen treten beide gegen dieselbe Nabe an.
      - Das mit dem Körpergewicht würde ich sicherheitshalber ernst nehmen. Man kann beim Liegerad zwar keinen Wiegetritt fahren, doch dafür kann man sich gegen die Sitzlehne abstützen bis die Knie knirschen.

      Gruß, Faltradl
    • Hi Guido,

      faltradl irrt leider...
      Rohloff erlaubt (für Kettwiesel/Lepus mit xx-21-26-18 Zähne) als kleinstes Kettenblatt 41 Zähne.
      Vielleicht mag dies ein Hase-Mitarbeiter verifizieren. ;)
      Realistischerweise würde man ein handelsübliches 42er-Blatt verwenden. Man könnte vorn auch 2 Kettenblätter einbauen, 42 und 52 Zähne. Dazu muss man die Rahmenschnellverstellung haben wegen dem Längenausgleich der Kette.

      Ich fahre die Rohloff höchst zufrieden mit einem 48-Z-Kettenblatt durch die bergige Schwarzwaldlandschaft. Für mich ein ausgewogener Kompromiss, sowohl in den beiden kleinsten als auch beiden größten Gängen fahre ich selten. Doch manchmal bin ich froh um die kurze Entfaltung von 1,41 m, und staune, was die läppischen 12 cm gegenüber den serienmäßigen 1,53 m noch bringen. Vielleicht passt die Steigung auf meiner "Hausstrecke" gerade gut dazu ;)
      Bergab dürfte es an der Stelle dafür noch ein Gang mehr sein... aber da rollte es ja von alleine. Bis ca. 45 km/h kann ich gut mit treten, doch ich liebe eher das Einfachdrauflossausenlassen.
      In der Ebene bei einer für mich angenehmen Trittfrequenz 75 im 11. Gang (direkter Gang) ca. 23 km/h, im 12. Gang ca. 26 km/h.

      Sollte ich mir mal einen Anhänger zulegen, werde ich evtl. ein Speeddrive einbauen mit 42 Z, dann reicht die Entfaltung üppig von 1,24 m im kleinsten Gang bis 10,72 m, dabei sind 10 Gänge ähnlich übersetzt, was den Vorteil hat, dass man zwischen den Gruppen nur wenig hin- und herschalten muss. Normalerweise kann in der kleinen Gruppe gefahren werden, bergab wird dann der Booster eingeschaltet und legt noch 4 rasante Schnellgänge nach:)
      Mehr halte ich nicht für nötig.

      Ich denke man kann auch gut mit einem 46er-Blatt fahren, wenn man nur ein einziges Kettenblatt haben will. Bergab könnte man dann bis ca. 35 km/h mit treten, den Rest erledigt das Gefälle.
      Es richtet sich nach den Ansprüchen ans Tempo bergab.

      Schau mal bei rt-go rein, da gibt es einen superguten Entfaltungsrechner, der ohne viel technischen Wirrwarr klare Zahlen liefert.

      Ich hoffe, du kannst mit der Antwort was anfangen.

      Grüße aus dem Schwarzwald
      Martin
      Kettwiesel AL 2008 mit Rohloff, Differenzial, SON, Magura Julie, Big Apple
    • hallo Martin,

      Lysander wrote:

      faltradl irrt leider...
      Rohloff erlaubt (für Kettwiesel/Lepus mit xx-21-26-18 Zähne) als kleinstes Kettenblatt 41 Zähne.
      Vielleicht mag dies ein Hase-Mitarbeiter verifizieren. ;)

      Bitte nenn deine Quelle, denn ohne kannst du viel behaupten. Ich bin nach dem gegangen was Rohloff selber in seiner FAQ schreibt. Und dort ist eine Primärübersetzung von ca. 1:2,4 angegeben.

      "Um eine Überlastung des Antriebs auszuschließen, dürfen bestimmte Kettenübersetzungen nicht unterschritten werden. Diese sind: 40/17, 38/16, 36/15 und 32/13."

      Oder hast du Rohloff gefragt und das 18er Endritzel angegeben? Dann könnte so eine Auskunft bei herausgekommen sein. Doch die ist falsch, denn das beim Kettwiesel nach der Nabe noch einmal eine Übersetzung kommt ist völlig irrelevant. Rohloff interessiert laut FAQ nur das Eingangsdrehmoment.

      Wie ich schon schrieb bewirkt die sekundäre Übersetzung am Kettwiesel nicht anderes, als das das Kettwiesel scheinbar 28" Räder hat statt der tatsächlichen 20". Und von der Größe des Laufrades, in die die Nabe verbaut wurde, ist in der FAQ nie die Rede.

      Gruß, Faltradl
    • Hallo Faltradl,

      diese Info habe ich vom Moderator dieses Forums Dirk van Rijn, Hase-Team.
      Ich hatte gehofft, dass meine Aussage von einem Hase-Mitarbeiter hier im Forum bestätigt wird, wie ich es angeregt hatte, daber es geschah nichts. Schade, denn es ist ja immerhin ein Forum der Herstellerfirma selbst.

      Zitat aus der Mail an mich, wo es um meine Anfrage zur Übersetzung ging:
      "... Allerdings kann man mit dem Sekundärritzel und dem auf der Antriebswelle nur minimal spielen, da der Einbauraum sehr knapp ist. Also eigentlich gar nicht. Einzige Möglichkeit wäre vorne, allerdings ist 41Z das minimum was Rohloff in dieser Konfiguration zulässt."

      Vielleicht bestätigt diesmal ein Hase-Mitarbeiter die Aussage. Es muss sich ja wohl um ein Ergebnis handeln, das Hase mit Rohloff besprochen hat.

      Natürlich ist nur das Eingangsdrehmoment interessant. Und in mancher Hinsicht wundert es mich daher, warum die Entfaltung nicht noch kleiner gewählt werden kann, sagen wir mal so um 1 Meter herum. Denn diese Entfaltung ist lt. Rohloff-Entfaltungstabelle (PDF-Format zum Download) in anderen Konfigurationen mit 20"-Rädern möglich.
      Leider habe ich bei den vielen Rohloff-Zahlen immer noch die eine oder anderen Unklarheit, der noch Erklärungen bedürfte. Aber es ist mir inzwischen Wurscht, ich fahre einfach und sollte mich ja auf die Hase-Auskunft verlassen dürfen - und tue das auch.

      Gruß, Martin
      Kettwiesel AL 2008 mit Rohloff, Differenzial, SON, Magura Julie, Big Apple
    • Hallo liebe Kettwiesel Gemeinde,

      dies ist jetzt die gewünschte "offizielle" Hase Stellungnahme. Ich habe nochmal Rücksprache mit der Firma Rohloff gehalten. Normalerweise ist die kleinste zulässige Entfaltung 1,35 m. Wir haben für das Kettwiesel eine Freigabe bis 1,3 m. Diese Entfaltung wird errreicht mit einer Kombination 45 - 21 - 26 - 18 . Alle kleineren Entfaltungen sind offiziell nicht freigegeben. Für "Selbermacher" empfehle ich http://www.vontrotha.de/index.php anzusehen. Das ist ein Großhandel der nur den Fahrradfachhandel beliefert, aber ein Händlerverzeichnis ist ebenfalls auf der Seite zu finden. Die von Trotha Gmbh vertreibt Kettenblätter in allen erdenklichen Ausführungen in sehr guter Qualität.

      Gute Fahrt

      Rudi
    • was mich etwas wundert ist folgendes:
      In meiner Wiesel-Gebrauchsanleitung ist eine Entfaltungstabelle und in dieser ist auch die Kombination "Rohloff (2 x 14 G)" aufegführt, also Speedgub mit 2 Ketteblättern vorne. Und als Blattgröße ist 52 und 42 angegeben. Das heisst, wer ein Wiesel mit Rohloff und 2 Ketteblättern bestellt, bekommt von Hase selbst ein 42er Blatt geliefert. Also muss das doch möglich sein.
      Kettwiesel AL mit Rohloff und Differential
    • Lysander wrote:

      ... Schade, dass das mit dem 42Z-Blatt nun doch nicht geht. ...

      Hallo Martin,
      ich glaube Du hast da etwas falsch verstanden (und bist vielleicht etwas obrigkeitsgläubig?).
      Warum soll das mit dem 42er KB nicht gehen?
      Ich habe gerade ein Anthro mit Rohloff und 17er Ritzel auf 0,70 m minimale Entfaltung gebracht.
      Und zwar mit 3-fach Kurbel 28/38/48. Geht wunderbar. Die Fahrerin sagt: "Steigung? - Was ist das denn?"
      Ich hatte extra bei Rohloff nachgefragt und die Bestätigung erhalten, dass die Garantie beim 20"-Rad bis zu einer minimalen Entfaltung von 1 m geht. Aber weil die Nabe intern einen Überlastungsschutz hat ist sie prinzipiell unzerstörbar. Im Ernstfall (Überlastung) werden ein paar Kunststoffbolzen abgeschert, die in einer Werkstatt einfach zu ersetzen sind. Dem Getriebe selbst kann nichts passieren. Wo ist also das Problem?
      Mit roher Gewalt kann man die Rohloff still setzen. Aber das war's dann auch schon.
      Also überhaupt kein Grund, sich an den Steigungen die Knie kaputt zu machen.
      Man kann da auch ganz gemütlich hoch kurbeln, wenn man genug Zeit hat und die Versorgung sicher gestellt ist. ;)

      Keep dry king!
      Rolf
      http://rolf-tiemann.de/fahr-rad/index.htm
    • rt-go wrote:

      ich glaube Du hast da etwas falsch verstanden (und bist vielleicht etwas obrigkeitsgläubig?).

      Hallo Rolf,
      obrigkeitsgläubig sicher nicht, eher zu herstellergläubig, was sich in meinem Fall mehr auf Hase bezieht als auf Rohloff.
      Doch in der Kürze der Beiträge fehlen ja viele weitere Aspekte, die ich mit bedacht hatte.
      Doch zur Übersetzung:
      Ich denke immer noch darüber nach, wie ich mein Kettwiesel bergtauglicher kriege. Ein KB mit 34 Z ergäbe beim Kettwiesel 1 m Entfaltung. Ich dachte schon öfter über ein doppeltes KB nach, 52 und 34 Z. Die angeblich entfallende Garantie wäre mir ziemlich egal, da ich nicht davon ausgehe, dass der Fall eintritt. Doch ich bin um diese direkte Rohloff-Info sehr dankbar, und... Du weisst... Dir vertraue ich! :)
      Und deiner Entfaltungsdatei, die ich ständig nutze.
      Ich werde noch auskundschaften, ob die Größenverstellung hinter dem Tretlager die Längenänderung der Kette um 18 Z packt. Vorn könnte man sich den Umwerfer vielleicht sparen und mit dem Kettenrohr von Hand umsteuern.
      Und dann wäre ja da noch die Gefahr des "Gummiantriebs", wie du das erlebt hast mit dem Schlumpf-Getriebe in Kombination mit Nabenschaltung. Das würde mit der Kraftübertragung des kleinen 34er-KB wahrscheinlich auch so passieren. Also lieber nicht...
      So habe ich das 48er Blatt als für mich bester Kompromiss bisher erst mal gelassen. Die kleinen Gänge brauche ich deutlich mehr als die beiden großen. Bergauf wird es mir so warm, dass ich bergab meist rollen lasse und mich über Abkühlung freue :) Klar, mit treten tue ich dann schon und lasse es gerne mal rauschen.
      Mir gefällt sehr deine Lösung mit dem 24er-Ritzel hinten. Da wird es bestimmt kein "Gummi" im Antrieb geben. Beim nächsten Besuch bei meinem Händler werde ich das ansprechen. Wenn ich das richtig verstanden habe, verlängert sich die Sekundärkette um genau 2 Glieder. Hoffentlich passt die Tasche dann noch, ohne ölig zu werden, und der Rucksack, den ich einfach hinten dran hänge.
      Fehlen dir die großen Gänge nicht? Denn das ist es, was mich noch zögern lässt: ich hätte sie gerne. Ist aber kein Muss.

      Eigentlich schade, dass ich dich auf der Spezi nicht gesehen habe, ich war gleichzeitig dort und bin auch mit dem Quad gefahren. Davon träume ich auch... vielleicht kaufe ich das statt einem Anhänger für das Kewi.

      Grüße aus dem Schwarzwald,
      Martin
      Kettwiesel AL 2008 mit Rohloff, Differenzial, SON, Magura Julie, Big Apple
    • Hallo Martin,
      wenn das leidige Problem mit den Brücken und Toren, von denen man immer zu wenig hat, nicht wäre, würde ich Dir empfehlen: kauf Dir ein Quad, freu Dich und vergiss den Rest.
      Einstweilen würde ich ein 24er Ritzel montieren. Das hilft schon mal fürs Erste.
      Die Kette wird übrigens, wenn ich mich richtig erinnere, um zwei Doppelglieder länger.
      Aber das ergibt sich ganz von selbst.
      Und wenn man bei der Gelegenheit eine neue auf zieht, muss man nur richtig ablängen.
      Zwischen den Zähnen bleiben dann nur etwa 3mm Platz. Aber wo keine dicke Luft herrscht reicht das vollkommen. ;)
      Dass die großen Gänge fehlen merkt man natürlich sofort, weil man bergab versucht nach dem 14. noch weiter zu schalten.
      Früher hat man den ja nur ganz selten gebraucht.
      Bei nüchterner Betrachtung stellt man aber fest, dass größere Gänge nicht wirklich fehlen.
      Wenn es sowieso rollt, muss man ja nicht unbedingt nach treten.
      Ich bin kürzlich bergab 50 km/h gerollt. Normalerweise bremse ich ab 30 km/h.
      Und Tempo geht mir gewöhnlich an zwei Hinterrädern vorbei. ;)
      Wichtig ist für mich, dass ich die Steigungen hoch komme, ohne mir die Knie kaputt zu machen.
      Außerdem bin ich gegen Tierquälerei.
      Warum sollte ich da ausgerechnet bei mir selbst Zugeständnisse machen?

      Keep dry king!
      Rolf
      http://rolf-tiemann.de/fahr-rad/index.htm
    • rt-go wrote:

      ...kauf Dir ein Quad, freu Dich und vergiss den Rest.
      Einstweilen würde ich ein 24er Ritzel montieren. Das hilft schon mal fürs Erste.

      Hallo Rolf,
      genau so mach ich's!
      Das eine anstreben, das andere als einstweilige Lösung.

      Grüße aus dem heute verregneten Schwarzwald!
      Martin
      Kettwiesel AL 2008 mit Rohloff, Differenzial, SON, Magura Julie, Big Apple