Sitzprobleme beim Fahrer

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    • Hallo
      Ich kämpfe seit 2 Jahren mit Sitzproblemen. Bevor jemand sagt ich bin zu verweichlicht, muß ich erwähnen das ich seit 20 Jahren um die 10000km jährlich mit dem Rennrad unterwegs bin. Beim Pino ist spätestens nach 100 km der Hintern wundgerrieben. Ich habe bereits 3 verschiedene Sättel (auch ein Gelsattel ist dabei) und auch verschiedene Satteleinstellungen probiert. Wenn ich das Pino mit dem Rennrad vergleiche dann stelle ich fest daß ich beim Pino aufrechter sitze, ich kann aber den Lenker nicht noch tiefer stellen weil ich sonst über meinen Stoker nicht mehr drübersehe. Und fahren nach dem Motto, einer schaut und der andere (Blinde) lenkt ist nicht ganz nach meinem Geschmack.
      Ich bin bereits so verzweifelt daß ich mein Pino schweren Herzens verkaufen will.

      Hoffentlich hat einer von euch lieben Radkollegen einen Tip. Ich liebe es mit meiner Frau Tag und Nacht unterwegs zu sein.
      Wir sind bereits 4 mal 200km, 2 mal 300km und einmal 430 km nonstop gefahren. Fragt nicht wielange ich danach nicht mehr sitzen konnte.
      Danke und liebe Grüße
      Johnny
    • Hallo Johnny,
      Du hast beim Pino durch die Rahmengeometrie grundsätzlich ja eine andere, aufrechtere Sitzposition als auf einer Rennmaschine. Damit liegt das Becken ganz anders auf dem Sattel, Deine Gesäßknochen drücken anders auf den Sattel als von der Rennmaschine bekannt.
      Den Grund sehe ich insbesondere in dem beim Pino größeren Sitzrohrwinkel.
      Wenn Du zu den größeren Menschen mit langen Beinen gehörst, mit dem Sattel recht weit hinten sitzt rutscht vielleicht auch Dein Knielot hinter die Pedalachse. Dies lässt sich nur sehr begrenzt durch Verschieben des Sattels nach vorn in der Patentklemmung reduzieren, und verkürzt dann die effektive Sitzlänge (Hinterkante Sattel - VK Lenkergriff) weiter. Ein kleinerer Sitzrohrwinkel würde beim Pino zu einem längeren = Weicheren! - Hinterbau führen und ein längeres Rahmendreieck erfordern um akzeptable effektive Sitzlängen zu erzielen.

      Es kann auch gut sein, dass Deine Sattelvarianten im Übergang von der Sattelnase zur Sitzfläche zu flach sind (V-förmig) und ein steiler T-artiger Übergang Dir am Pino besser paßt.

      Ich bin 1.88 und denke, eine Rahmenvariante mit -vielleicht 8cm- längerem Ober- und Unterrohr wäre für große Menschen die als Captain fahren eine Lösung dieser Pino-spezifischen Einschränkung. Für mich hat sich die Standard-Sattelstütze mit Brooks B 66 Champion im Alltag bewährt (der HASE-Standard "VELO-plush" der in 2006 ausgeliefert wurde war auch gut), ich kann aber nicht auf solche Langstrecken-Erfahrung wie Du zurückgreifen.

      Eine wie ich finde gute Einführung in das Thema Rahmengeometrie und Ergonomie hat z.B. Juliane Neuß in der ADFC Radwelt 6/07 gegeben.

      Blues & Gruss
      Axel

      P.S.: Falls Du wirklich Dein Pino wieder abstossen willst gib mir Bescheid!