Schaltung-Entfaltung

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    • Salü ihr Kettwiesler,

      ich stehe vor dem Kauf eines Kettwiesels und möchte auf alle Fälle eine Nabenschaltung, kann mich aber nicht entscheiden zwischen der kostengünstigeren Lösung Shimano Nexus Premium (8-Gang) kombiniert mit Schlumpfgetriebe (Mountaindrive) oder der feinen Rohloffnabe.
      Für die Topografie hier im Schwarzwald ist ein weiter Entfaltungsbereich beginnend mit kleinem 1. Gang unbedingt notwendig, wie man sich denken mag.

      Hat jemand Erfahrungen?

      Die gute Rohloff habe ich leider noch nicht probefahren können, die Shimano schon, wenn auch ohne Speeddrive. Sie läuft prima und leise, nur der Sprung von 5. zum 6. Gang erscheint mir etwas groß. Aber das ist nicht schlimm.
      Hat jemand Langzeiterfahrung mit der Nabe? Ist sie solide und dauerhaft?

      Die Rohloffnabe soll dem Vernehmen nach Geräusche machen (was man beim Kettwiesel besonders hört?), ansonsten aber problemlos sein. Muss der jährliche Ölwechsel wirklich noch gemacht werden?
      Das 13er Ritzel hinten ist wohl der schwache Punkt, hat jemand ein größeres Ritzel, etwa das Rohloff-übliche 16er oder das optionale 15er? Passt das mit der Kettenlinie?
      Wie ist es mit dem Ritzelverschleiß, wenn man viele Steigungen fährt?


      Ich wüsste gerne mal die verschiedenen Entfaltungen.
      Shimano 8-Gang, so lese ich, 2,3 m bis 7,1 m
      wie groß ist der Bereich mit Schlumpf-MD?

      Rohloff-Entfaltung? - ich sah irgendwo was von 1,7 m bis 9,1 m. Das ist mir zu groß für die Berge.
      Kommt man mit dem 16er-Ritzel auf ca. 1,3 - 1,5 im kleinsten Gang?
      Am Kettenblatt würde ich dann eher sekundär die Zähnezahl anpassen wollen.

      Grüße aus dem Schwarzwald!
      Kettwiesel AL 2008 mit Rohloff, Differenzial, SON, Magura Julie, Big Apple
    • Lysander wrote:

      Hat jemand Erfahrungen?

      Hallo Lysander,
      ich habe beides, Shimano 8-Gang- und Rohloff 14-Gang-Nabe im Einsatz und bin mit beiden sehr zufrieden. Den Unterschied kann man wohl am Deutlichsten nach vollziehen, wenn man die Entfaltung vergleicht. Genau dazu habe ich einen Entfaltungsrechner mit Excel erstellt. Er läuft aber auch problemlos, wenn man ihn mit Open Office benutzt.
      Hier ist die Seite mit dem Entfaltungsrechner: http://rolf-tiemann.de/fahr-rad/entfaltung/entfaltung.htm
      Und hier gibt es noch viel mehr zum Thema Lepus: http://rolf-tiemann.de/fahr-rad/index.htm
      Die Unterschiede zwischen Lepus und Kettwiesel kann man in diesem Fall getrost vergessen.

      Gruß Rolf
      http://rolf-tiemann.de/fahr-rad/index.htm
    • ...und nun ist es endlich da... mein Kettwiesel - mit allem Komfort... Rohloff-Schaltung, Differential, hydraulische Bremsen, SON-Lichtanlage mit dem Lumotec IQ Scheinwerfer von B+M, Big Apple, Tasche, Lowrider ... und ich habe dann noch gleich einen Tacho angebaut, ein Schloss - und dann durfte das Kettwiesel in der Wohnung übernachten.

      Jahrelang gewünscht, und jetzt macht es süchtig.
      Ein teurer Spass ist es ja. Musste extra ne Bank in Liechtenstein erpressen und meiner Freundin auf der Tasche liegen ;)
      Habe noch nie zuvor auf einmal soviel Zaster ausgegeben, nicht mal fürs Auto oder Klavier. Na, ihr Hase-Leute, aufgemerkt?

      Die Jungfernfahrt:
      Erst mal testete ich die Übersetzung mit dem 48er-Kettenblatt vorn (statt 52) an der knackigen Steigung vor der Haustür. Hinauf und natürlich wieder hinab. Famos.
      Dank den Probefahrten mit dem Kettwiesel von Schnee-Eule konnte ich die Entfaltungen messen. Und Rolfs obige Datei ist erheblich beteiligt. Tausend Dank euch allen !!!!!!!! Und bei meinem großartigen Fachhändler wurde ich bestens beraten.
      Dann einige Meter durch die Innenstadt mit Kopfsteinpflaster.
      Danach habe ich den Luftdruck mal gemessen: 3 bar. Nach dem Ablassen auf 2 bar nochmals Test, dann runter auf 1,5 bar, dem angegebenen Mindestdruck. Nun ist Ruhe, doch es läuft schwerer, klarer Fall. Geht nicht.

      Wie sind denn so eure Erfahrungen mit Big Apple Reifen? Wieviel Druck pumpt ihr rein, damit man zu einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Federung und Leichtlauf kommt?
      Inzwischen bin ich auf 2,2 bar gegangen.
      Um Tipps und Erfahrungsberichte bin ich dankbar!!!

      Einen Wermutstropfen gibt es auch: Die Lenkung nach links wird begrenzt durch die Spannung der Bremsleitung. Die rechte Bremsleitung ist nicht unter dem Rahmen befestigt wie die linke, sondern geht vom Anbindepunkt am Lenker direkt zum Schutzblechhalter und spannt sich straff, wenn man die Lenkung links herum einschlägt (z.B. beim Wenden). Eines Tages pladdert die Hydrauliksoße auf die Straße.
      Der Bremsschlauch ist zu kurz, da wird noch ne Reklamation fällig ;)
      Ärgerlich ist das auch, weil ich dazu 3 Stunden mit dem Auto wieder herumgurken muss zu meinem Fachhändler.
      Der rechte Bremsschlauch sollte doch sicherlich wie der linke ebenfalls unter dem Rahmen befestigt sein. Dort gibt es ja so schöne vorgefertigte Befestigungspunkte, die rechts nicht belegt sind.
      Bremsleitungen dürfen niemals unter Zugspannung sein! So was verlegt man doch mit einer ausreichend großen Schlaufe für die Bewegungsfreiheit.
      Was mag sich der Schrauber wohl dabei gedacht haben? - Nichts, erraten? ;)
      Tsstsstss... *kopfschüttel*
      Hoffentlich hat derjenige alles andere gewissenhaft gemacht.


      !!! Jedoch und ganz gewiss überwiegt die FREUDE bei weitem !!!

      Grüße von Martin,
      rechtsherumwendend kettwieselsuchtgefährdet
      Kettwiesel AL 2008 mit Rohloff, Differenzial, SON, Magura Julie, Big Apple
    • So, nach einer Auslandsreise und einigen Tagen Regen habe ich mich wieder bei meinem Wiesel eingefunden.
      Heute nun 130 Gesamt-km, noch nicht viel...

      Leider hat die Freude Dämpfer erhalten:

      1. Es gibt beim Fahren Knarrgeräusche, deren Herkunft nicht genau zu orten ist. Mein feines Orgelbauergehör sagt mir nur, dass es immer schön im Takt mit den Kurbelumdrehungen einhergeht.
      (Weiß jemand Abhilfe?)

      2. Die Sitzbespannung lockert sich immer wieder, die Kunststoffverschlüsse gleiten durch. (Weiß jemand Abhilfe?)

      3. Der Gummibalg am Differential rutscht schon nach wenigen Umdrehungen wieder von der Differentialseite weg, so dass das Kardangelenk immer freiliegt und verschmutzt.
      (Weiß jemand Abhilfe?)

      3. Oben schon beschriebene rechte Bremse hat außer dem zu kurzen Bremsschlauch noch ein weiteres Problem. Von Beginn an ächzt und knarrt sie besonders kurz vor dem Stillstand sehr laut, ich dachte zuerst das gibt sich mit der Zeit, wenn sie eingefahren ist. Doch es wird immer schlechter und sie zieht nicht gut.
      Nun habe ich die Sache näher besehen und festgestellt, dass die Bremszange nicht richtig sitzt. Die Scheibe liegt am inneren Bremsbelag an, nach außen ist der Abstand zum Bremsbelag sehr groß, beim Bremsen wird die Scheibe nach außen gedrückt und taumelt.
      Die Bremsscheibe ist besonders auf der Außenseite schwarzgrau und schmierig verölt.
      Die linke intakte Bremse bremst wie eine Mauer, ist lautlos und die Bremsscheibe ist beidseitig sauber und blank.

      Immerhin habe ich auf der Spezi von Marek Hase persönlich die Befestigungslasche bekommen, die zusammen mit einem längeren Bremsschlauch rechts unter den Rahmen soll: Mit etwas Bedauern. Magura liefert alles fertig konfektioniert.

      Fazit: Der Schrauber hat doch nicht alles richtig gemacht.


      Man wird hoffentlich verstehen, dass ich nun ein bisschen ärgerlich bin. Beim Fachhändler einen Termin finden, weite Anfahrt und erst mal nix mit Kettwiesel fahren. Wochentags schaffe ich es gerade so, bis Geschäftsschluss rechtzeitig da zu sein. Samstags ist sicherlich viel Kundenbetrieb, also hinbringen und mit einer zweiten Fahrt wieder abholen. Macht total 360 Kilometer, das ist für mich wie 1 Woche zur Arbeit fahren. Sch...ade. Und das bei den Spritpreisen.
      Wohlgemerkt: 5 Wochen alt (davon 3 Wochen nicht gefahren), 130 km, mit Taschen und Drum und Dran 5000 Steine, allein auf der Hase-Preisliste schon 4900 Euro zusammen, da erwartet man eigentlich, dass man im ersten Jahr, wenigstens bis zur ersten Durchsicht Ruhe und reine Freude hat. Etwas mehr Perfektionismus, bitte.
      Ich habe mich soo lange darauf gefreut, bin unvoreingenommen und optimistisch herangegangen; das sitzt nun tief. :(


      Da dies ein Firmen-Forum des Herstellers ist, gibt es ja vielleicht einen erbaulichen Kommentar seitens der Erbauer dazu und vielleicht den einen oder anderen Rat zu den Fragen. Es müssten doch die Erfahrungen da sein, um sie weiterzugeben? Das Kettwiesel wird ja nicht erst seit gestern gebaut.
      Vielleicht kann ich ja selbst etwas korrigieren.

      Eine Anmerkung zur Schaltungs-Entfaltung: Ich habe in Verbindung mit der Rohloff-Schaltung vorn ein Kettenblatt mit 48 Zähnen statt der obligaten 52 Zähne. Vielleicht eine Erwägung wert für Bewohner bergiger Landschaften.

      Grüße aus Villingen,
      Martin
      Kettwiesel AL 2008 mit Rohloff, Differenzial, SON, Magura Julie, Big Apple
    • Hallo Martin,

      selbstverständlich hast du bei Aushändigung Anspruch auf ein 100%ig funktionierendes Kettwiesel und wir bedaueren sehr, dass du solchen Ärger damit hast.

      Deiner Schilderung, vorallem der Probleme mit der Bremse, nach zu urteilen, lässt sich ein Besuch bei deinem Händler nicht vermeiden.

      Zur Bremse:
      Die Bremsleitung der rechten Bremse hat eine Länge von 70cm, und wird lediglich von einem losen Kabelbinder an der gelochten Sitzstrebe geführt.
      Dies machen wir, um den Bremszug möglichst nicht im Breich der ebenfalls rechts verlaufenden Kette zu verlegen. Ich habe eben noch einmal in der Montage nachgesehen um zu prüfen ob die Bremsleitung tatsächlich den Lenkeinschlag begrenzt. Sie tut es nicht. Die einzige Erklärung die uns einfällt ist die, dass der Kabelbinder festgezogen wurde und die Leitung nicht mehr spielfrei ist. Sollte die Bremsleitung kürzer als 70cm sein, so läge tatsächlich ein Montagefehler von uns vor, denn dass hätten wir merken müssen.(auch wenn die Bremse fertig konfektioniert von Magura kommt)
      Die verölte Bremsscheibe ist vermutlich auf einen defekten (undichten) Bremskolben zurückzuführen. Warum dieser schon nach 130km undicht ist, vermag ich von hieraus nicht zu sagen. Hier muss aber auf jeden Fall repariert werden!

      Der Gummibalg
      sollte nicht verrutschen. Tut er es doch, kann ein Kablebinder Abhilfe schaffen.

      Zur Sitzbespannung:
      Die Riemen müssen am Anfang öfter nachgespannt werden.(vorallem wenn der Sitz einmal nass war)

      Die Herkunft der Knarrgeräusche können wir von hieraus leider nicht bestimmen. Eventuell kann dir da beim Besuch des Händlers geholfen werden.


      Ich hoffe dir ersteinmal weitergeholfen zu haben und das alle Ärgernisse bald zu deiner Zufriedenheit gelöst sind. Du kannst uns auch gerne anrufen(02309 782582) oder mailen(info@hasebikes.com), solltest du noch Fragen haben.

      Viele Grüße aus Waltrop
      Stephan Moldenhauer
      Hase Team


      P.S. Um dein kettwiesel eindeutig zuzuordnen benötigen wir noch die Rahmennummer.
    • Hallo Stephan,

      danke!!! Das stimmt einen doch wieder leicht-sinnig, wenn man über die Dinge Bescheid bekommt.
      Das freut mich nun wieder.
      Mein Fachhändler wird sich in den nächsten Tagen melden wegen dem Ersatzteil.

      Die leider kürzere Bremsleitung ist bei meinem Kettwiesel (Rahmen Nr. T 08191) via Lenker-Schutzblechhalterung anders geführt, doch mit dem Ersatzteil wird es ja nun hinkommen.
      Der Bremssattel sitzt irgendwie schief. Entweder ist bei der Montage was verrutscht oder der Bremskolben hatte von Anfang an einen Produktionsfehler. Oder beides. Soll ja vorkommen.
      Man nennt das wohl eine unglückliche Verkettung von Umständen...
      Die intakte linke Seite sieht jedenfalls sehr symmetrisch aus, sowohl die Montage als auch die Druckverteilung betreffend. Die Scheibe läuft frei und gebremst sauber gerade durch. Rechts wird sie nach außen gebogen und eiert.
      Aber das findet ja nun bald sein Ende.

      Im Weiteren: Den Gummibalg versuchte ich schon mit dem Kabelbinder festzumachen, doch die Innenseite des Balgs und die Achse ist natürlich fettig, so rutscht das Ganze eben ein paar Umdrehungen später ab.
      Ich werde es nochmal befestigen, vorher aber die Haftfläche mit Waschbenzin reinigen, dann müsste es halten.
      Ich hoffe, der Gummibalg verträgt es, auf der schmalen Dichtfläche ein wenig mit dem Lappen und Waschbenzin ausgerieben zu werden.

      Dass der Sitz anfangs öfter nachgespannt werden muss, ist ja eine wichtige Info. Das wusste ich nicht.
      Werde ich tun :)

      Und das Knarrgeräusch... ich werde es noch finden, vielleicht hängt es mit dem Sitz zusammen.


      Also, die Enttäuschung ist dabei zu verfliegen, danke für die Infos.

      Grüße aus dem in jeder Hinsicht wieder sonnigen Schwarzwald
      Martin
      Kettwiesel AL 2008 mit Rohloff, Differenzial, SON, Magura Julie, Big Apple