Lenkungsspiel

    • Lenkungsspiel

      Moin zusammen,

      an meinem Tagun zeigt sich nach 5 Jahren deutliches Spiel in der Lenkung. Und zwar vorne an der Verbindung zwischen Lenkstange und der 'Gabelnase', dem Edelstahlblech, dass die Stangenbewegung auf die Gabel umlenkt. Die Konstruktion ist recht simpel: Die Lenkstange endet in einem zweiteiligen Blech, in das von oben und unten Kunststoffhülsen eingesetzt sind. Durch diese Hülsen ist eine Spezialschraube mit einem Absatz gesetzt, der in eine Bohrung am Edelstahlblech greift.
      Jetzt das offensichtliche Problem: Der Durchmesser des Absatzes beträgt ungefähr 7,5 Millimeter, die Bohrung hat 8,2 mm (mit der Wald- und Wiesenschieblehre ermittelt...), also rund 0,7 Millimeter Spiel.

      Was ist jetzt verschlissen? Ist es nur die Schraube?

      [offtopic: Das Tagun ist immer noch mein absolutes Lieblingsfahrrad. Schnell, wahnsinnig bequem und außer auf losen Sand- oder tiefen Schotterwegen unglaublich tourentauglich]
      ...fährt ein Hase Tagun (Bj. 2011) mit Rohloff, ein geniales Langstreckenrad...
    • Ich hätte gedacht, dass die Buchsen oder die spezielle untere Mutter in das Gebelverbindungsblech greifen und nicht die Schraube selbst. Aber ich mag mich täuschen. Wenn an der Schraube aber 0,7mm durch Verschleiß fehlen sollten, dann sollte man das an der Schraube recht deutlich sehen.
      Ich kann mal bei mir am Wiesel schauen, die Aufnahme ist ja gleich. Ob ich morgen dazu komme weiß ich aber nicht.
      Kettwiesel AL mit Rohloff und Differential
    • Doch, es ist die Schraube. Wie soll ich es als Nichtmetaller erklären?
      Das Problem offenbar: Die Schraube hat einen Absatz, einen Ring, der in die Bohrung passt, der aber nicht so dick/so hoch wie das Blech ist. Also laufen auch 1 bis 2 Gewindegänge in der Bohrung und sind verschleißanfällig.

      Meine Frage ist aber, ob damit auch das Blech oder nur die Schraube verschlissen ist. An der Schraube ist einigermaßen deutlich Verschleiß zu sehen.

      Die Kunststoffbuchsen werde ich auf jeden Fall auch wechseln!

      Wo holt Ihr Eure Teile: Über den Fachhandel oder direkt bei Hase?
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    • So, nun hab ich mal selbst nachgemessen und geschaut:
      Bei mir passt das glatte, dicke Stück der Schraube exakt in die Kunststoffbuchse (10mm) und auf der anderen Seite passt die Mutter ebenso in die Buchse. Unterhalb dieser Verdickung fängt sofort das Gewinde an. Der "Gabelverbinder" hat ein 8,3mm Loch. Zur Schraube ist sehr deutlich Spiel. Das Ganze ist also wohl eine Presspassung.
      Bei Dir sind also vermutlich nur die Buchsen ausgeschlagen weil die die Schraube nicht richtig fest war oder die Buchsen sind okay und es ist nur die Schraube nicht richtig fest.
      Kettwiesel AL mit Rohloff und Differential
    • ...zwei Jahre später (2018): Schraube und Kunststoffbuchsen wurden 2016 ersetzt. Jetzt die selbe Situation: Es gibt deutliches Spiel zwischen Lenkhebel und Lenkstange. Nicht schön, die Verbindung ist stark schmutzbelastet.
      Das Edelstahlblech an der Gabel verschleißt die wenigen Gewindegänge im Nu (rechts Bild). @Stephan Moldenhauer: Die Buchsen haben wenig bis keine Drehlagerfunktion.
      Statt einer neuen Schraube jetzt ein Versuch: Messingdraht im verschlissenen Bereich. Auf Touren auch eine Möglichkeit der Selbsthilfe.
      Der Draht beschädigt in keinem Fall das Edelstahlblech.

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