Tipps & Tricks

Teil 1: Trix und Trets als Therapierad von der Krankenkasse

19. September 2019

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Therapierad Trix

Ihr seid auf der Suche nach dem richtigen Rehabike für euer Kind? Ihr wollt das Therapierad von der Krankenkasse finanzieren lassen und wisst noch nicht, wo ihr anfangen sollt? Dann seid ihr hier genau richtig. Wir von Hase Bikes erstellen nach und nach einen Leitfaden, der euch bei diesem Prozess unterstützt: Von der Auswahl des richtigen Therapierads und der Suche nach dem richtigen Händler, über den Antrag bei der Krankenkasse bis hin zum Widerspruch, falls euer Antrag abgelehnt wird.

Wer kann eigentlich Hase Biker werden?

Die Antwort ist: Da geht mehr als sich manch einer vorstellen kann. Denn Trix und Trets lassen sich intuitiv bedienen und sind durch ihren tiefen Schwerpunkt extrem kippsicher. Die niedrige Sitzposition ermöglicht einen leichten und sicheren Einstieg, sogar von einem Rollstuhl aus. Wenn sich dein Kind auf üblichen Satteldreirädern bisher wohlgefühlt hat, oder auch, wenn es damit unsicher war, lohnt es sich, ein Trix oder Trets Probe zu fahren. Denn unsere Erfahrung zeigt: auch Kinder mit deutlichen körperlichen oder geistigen Einschränkungen können auf einem Hase Bike um Kurven flitzen und sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen.

Unsere Räder eignen sich besonders für Kinder mit:

  • neuromuskulären Erkrankungen wie Celebralparese oder Muskeldystrophie
  • eingeschränkten Bewegungsabläufen (z.B. bei Spastiken)
  • Querschnittslähmung
  • Dysmelieschädigungen
  • bakterielle und rheumatische Gelenk- und Knochenentzündungen
  • Hüftdysplasie
  • Hüftkopfnekrose
  • Hüftluxation
  • muskulärem Schiefhals
  • offenem Rücken
  • rheumatischen Weichteilerkrankungen
  • Stoffwechselstörungen (z.B. Rachitis)
  • Wachstumsfugenlösungen
  • Wirbelsäulenskoliose

Besser fahren mit Trix und Trets:

Wir sind überzeugt, dass Trix und Trets die idealen Therapieräder für viele Kinder mit Handicap sind. Die wichtigsten Vorteile stellen wir euch hier vor:

Liegedreirad bietet Halt und Sicherheit

Trix und Trets sind zwei kindgerechte Liegedreiräder. Und auf einem Liegedreirad ist das Pedalieren einfacher, weil man beim Fahren seine Beine sehen kann. Kinder nehmen ihre eigenen Bewegungen besser wahr und treten dadurch ganz intuitiv in die Pedale. Dank des tiefen Schwerpunkts sind beide Trikes extrem kippsicher. Selbst Kinder mit Gleichgewichtsproblemen fühlen sich auf unseren Rädern wohl. Denn die Sitze mit Netzbespannung, Drei-Punkt-Sicherheitsgurt und ergonomischer Sitzposition geben Halt und Sicherheit. So kann sich dein Kind ganz aufs Treten und Lenken konzentrieren.

Verdammt coole Optik

Wer auf Trix und Trets unterwegs ist, bekommt viele bewundernde Blicke zugeworfen. Denn auf unseren wendigen Trikes können auch Kinder mit starken Einschränkungen sportlich unterwegs sein und sehen dabei noch ziemlich cool aus. Das beschert ihnen oft anerkennende Blicke Gleichaltriger. Und da es unsere Trikes in vielen Sonderfarben gibt, kann es auch in der Lieblingsfarbe bestellt werden. Liegerad fahren fördert also nicht nur die Motorik, sondern auch Spaß, Stolz und Selbstbewusstsein.

Individuell anpassbar durch viel Zubehör

Unsere große Auswahl an eigens entwickeltem Zubehör für Trix und Trets machen es möglich, die Trikes an die individuellen Bedürfnisse deines Kindes anzupassen. Spezialpedale mit oder ohne Wadenhalterung sorgen dafür, dass Beine und Füße nicht vom Pedal rutschen und in einer anatomisch korrekten Stellung bleiben. Kurbelarmverkürzer und Pedalpendel können unterschiedliche Beinlängen und Bewegungseinschränkungen in Knie oder Hüftgelenk ausgleichen. Das Gurtsystem und der Speichenschutz geben Sicherheit. So wird dein Kind im Sitz gehalten und die Finger gelangen nicht in die Speichen. Viele unserer Händler können auch ganz individuelle Lösungen für euch anfertigen – fragt doch einfach mal nach.

Große Reichweite dank Anhängefunktion

Fahrraddeichsel für Kindertherapierad Trets
Die Fahrraddeichsel ist bei dem neuen Trets gleich mit dabei.

Trix und Trets können unkompliziert an andere Fahrräder angekoppelt werden. Nicht nur an andere Hase Bikes, sondern auch an ganz normale Fahrräder. Das kann besonders bei unsicheren Wegabschnitten wichtig sein, oder wenn dein Kind häufiger eine Pause braucht. Mit der Anhängefunktion steht auch längeren Familienausflügen nichts im Wege.

Trix und Trets wachsen mit

Das Trets eignet sich für Kinder mit einer Körpergröße von 1,00m bis 1,50m. Für das Trix sollte dein Kind nicht kleiner als 1,25m und nicht größer als 2,00m sein. Beide Trikes lassen sich dank Rahmenschnellverstellung zügig an unterschiedliche Körpergrößen anpassen und wachsen lange mit. Das garantiert jahrelangen Fahrspaß und ist nebenbei auch noch sehr wirtschaftlich.

Hilfsmittelnummer: was bedeutet das eigentlich?

Trix und Trets sind mit einer Hilfsmittelnummer ausgezeichnet und können daher als Therapierad durch die Krankenkasse finanziert werden. Aber was bedeutet das eigentlich? Beide Räder entsprechen den technischen Anforderungen eines Therapierads und sind im Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen als Mobilitätshilfen eingetragen. D.h., ein Arzt kann einem Kind von bis zu 15 Jahren das Trix oder das Trets als Therapierad verschreiben. Die Kosten können dann von den Kostenträgern (in der Regel die Krankenkassen) bis auf einen Eigenanteil übernommen werden. Die Verschreibung eines Therapierads ist jedoch nicht rechtsverbindlich. Es liegt im Ermessen des jeweiligen Sachbearbeiters, ob dem Antrag stattgegeben wird oder nicht. Es ist also wichtig, bei der Antragsstellung möglichst detailliert darzulegen, warum dein Kind genau dieses oder jenes Rad benötigt. Auch bei einer ersten Ablehnung des Antrages, lohnt es sich, Widerspruch einzulegen und noch einmal zu schauen, welche Argumente vielleicht noch besser formuliert werden oder ggf. durch Bilder und Video gestärkt werden können.

Mehr Lebensqualität mit Trix und Trets

Wozu ist so ein Therapierad eigentlich gut? Was kann sich für dein Kind verändern und was kann sich durch Trix und Trets als Therapierad von der Krankenkasse für die ganze Familie verändern? Natürlich sorgt Fahrradfahren für Bewegung an der frischen Luft. Und das tut immer gut. Motorik und Herz-Kreislaufsystem werden gefördert, die Muskulatur gestärkt und die Stimmung hebt sich. Aber die Eigenständigkeit, die gerade Kinder mit Handicap durch das Fahrradfahren erleben, ist enorm und steigert das Selbstbewusstsein erheblich. Die soziale Integration wird gefördert, weil dein Kind mit Gleichaltrigen mithalten kann. Und das ganze Familienleben profitiert von gemeinsamen Fahrradtouren, die dank Anhängefunktion auch etwas umfangreicher ausfallen dürfen.

An der Kaywaldschule, einer Schule für Geistig- und Körperbehinderte im Landkreis Heilbronn, gibt es eine Fahrrad AG. Hier kommen unsere Räder regelmäßig zum Einsatz. Welche Auswirkungen das auf Lehrer und Schüler hat, erfahrt ihr in unseren Clips:

Ihr seid neugierig geworden und wollt euch weiter informieren? Dann geht doch mal zu einem unser Händler und probiert unsere Räder Fall aus. Außerdem sind wir auch verschiedenen Messen in ganz Deutschland zu finden. Wir beraten euch gerne und meistens gibt es einen Testparcour, auf dem ihr unsere Räder Probefahren könnt.

Im nächsten Beitrag unserer Reihe erfahrt ihr mehr darüber, wie ihr den richtigen Händler findet, wie der Termin beim Händler gut abläuft und was eigentlich alles für den Kostenvoranschlag zu beachten ist.


Alle Beiträge unserer Reha-Reihe:

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