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Trikes zu teuer? Die 5.000-Euro-Antwort.

23. Oktober 2014

3 Kommentare

Gute Trikes sind teuer

Zack, da ist sie wieder, die vielleicht erschütterndste aller Entgegnung seit es Fahrräder gibt. Postwendend und wie selbstverständlich: „Dafür kann ich mir ja ein Auto kaufen!“ Anspruchsvolle Fahrradfahrer gleich welcher Couleur hören diesen Spruch häufig, wenn sie jemanden den Preis ihres Bikes oder Trikes nennen.

Mich trifft dieser Vergleich hart. Nicht nur, weil er irgendwie an den innersten Überzeugungen kratzen möchte und das Auto das Letzte ist, womit ich mein gutes Stück messen lassen will. Er trifft auch, weil er so absurd ist. Beim ersten Mal, als ein Freund diesen Vergleich brachte, konnte ich erst gar nicht verstehen, was er damit meinte: Das Auto als eine Alternative zum Fahrrad? Die Umkehrung macht in vielen Bereichen ja Sinn. Aber Auto statt Fahrrad? Als mir selbiger Freund später einmal den hohen Preis für seinen neuen Flachbildschirm nannte, meinte ich: „Dafür hätte ich mir doch lieber gleich einen Waschvollautomaten gekauft.“ „Aber ich brauche doch keinen“, war seine Antwort. Aha.

Trike statt Toplader

Diese Umgehensweise mit dem Problem wirkte erhellend. Statt beim Preisvergleich Auto – Fahrrad erklärend die 1.000 Faktoren anzufügen, warum ein Bike oder Trike niemals durch ein Auto ersetzt werden kann – gesundheitliche, finanzielle, Erlebnis-, oder praktische Faktoren – vergleiche man einfach mal zwei Dinge, die funktional gar nicht verglichen werden können. Das erklärt zwar nicht alles, hilft aber doch beim Nachdenken.

Woher der Unsinn kommt? Sicher aus der Zeit, als das Auto seinen Weg zur Massenmobilisierung antrat und das Fahrrad für lange Jahre sein Dasein im Straßengraben der Kulturgeschichte fristete. Wer in den 1970ern Fahrrad fuhr, tat es, weil er sich kein Auto leisten konnte – andere Gründe schienen undenkbar.

Natürlich zielt der Preiskritiker mit dem Spruch auch auf die Feststellung, dass ein Fahrrad einfach viel kostet. Das Baumarktfahrrad kommt oft ins Spiel, „da geht’s ja auch viel günstiger!“ Wer nur ein, zwei mal im Jahr fahren will und keine Ansprüche an Fahrspaß, Sicherheit und Robustheit stellt, kann damit auch ja auch kurzfristig Glück haben. Doch bevor man anfängt, zu erklären, dass auch Fahrräder technische Produkte sind, die umso besser sind, je besser die verwendeten Materialien sind und die einzelnen Teile harmonieren, kann man den Skeptiker auch einfach mal ein paar Meter fahren lassen. Fest steht: Natürlich kann man sich für den Geldwert mancher guter Fahrräder auch ein gebrauchtes Auto kaufen.
Aber dann hat man leider kein Fahrrad.

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3 Kommentare

  • Antworten Harry 24. Februar 2015 at 11:58

    Ich stehe kurz vor der Entscheidung meinen (relativ neuen und gut ausgestateten Kleinwagen )gegen ein Klimax 5k einzutauschen. Ich weiß das ich damit viel Spaß haben werde und auch gesundheitlich einen Schritt nach vorne machen werde. Aber … ich weiß schon jetzt … das ich bei Freunden und Bekannten, aber auch in der Familie für verrückt erklärt werde. Gerade bezüglich des Preises dieser Anschaffung. Es ist schwer Verständnis und Akzeptanz zu finden wenn man einen etwas anderen Weg der Mobilität wählt. Ich bin 48 Jahre alt.

    • Antworten HASE BIKES Blogger 13. Mai 2015 at 13:58

      Hallo Harry! Es gibt immer Menschen, die anders denken und wir sollten versuchen, auf uns selbst zu hören. Denn so eine Entscheidung treffen wir in der Regel für uns selbst und nicht für unsere Freunde und Bekannten, oder? 😉 Viele Grüße

  • Antworten Daniel 14. März 2015 at 0:13

    Hallo,

    nun zum Baumarkt Fahrrad so was hatte auch mal mein Onkel für sich und eins und für meine Tante gekauft,
    sie wohnten an einem Berg könnte man sagen, die Heimfahrt war für die beiden Baumarkt Räder sehr Ermüdend bis sie irgendwann der Rahmen gebrochen war und das bei beiden Fahrräder,
    so ist es halt billig ist nicht immer gut.

    Nun zu mir da ich nicht Fahrrad fahren kann wegen Gleichgewicht Störung, bin ich also auf ein Dreirädle angewiesen da gibt es auch günstiges und zwar für 400,00€ oder aber auch ein bisschen mehr, der höchste Preis
    war mal ca. 1000,00€ das konnte man auseinander bauen, das Aussehen von diesen Rädern ist für mich heute noch Schwer zu ertragen es handelt sich hier um das Klassische Dreirädle für Behinderte in der heutigen Zeit wird auch dazu gefügt auch für Senioren.

    Die Sitzposition finde ich nicht schlecht man die Höhe wie bei einem Normalen Fahrrad aber man darf hier sich nicht täuschen lassen solche Dreirädle sind nicht so sicher wie man glaubt, sollte man aus versehen zu schnell werden und in einer Kurve geraten könnte es schon vor kommen das es einem auch vom Rädle runter haut und dann fehlt man auch tief, daher ist so was für mich nichts.

    Und nun zum Thema Teuer z.b. wenn ich für 17.000,00€ ein Auto kaufe weil ich es benötige bekomme ich dafür aber keinen Mercedes, BMW oder einen Audi sondern nur (vermutlich) ein Einsteiger Auto der Punkt ist das diese Autos auch funktionieren und wenn man Glück hat laufen sie auch die nächsten 4 Jahre Reparatur frei vielleicht auch noch etwas länger kommt drauf an was es für eine Marke ist bei Toyota sogar mehr als 4 Jahre.

    Und so ist es halt auch bei den Fahrrädern b.z.w Liegedreirädle z.b. von Hasebike (Kettwiesel) dieses Model macht einen Eindruck das es Schwer ist aber da täuscht man sich es war sehr Leichtgängig zum Teil lief es schon fast von alleine das war ein Kurzes aber schönes Erlebnis für mich nicht laufen wie Üblich sondern gefahren mit einem Fahrrad.

    So was hat nun mal seinen Preis Qualität und Moderne Technik bekomme ich leider nicht für 1000,00€ auch wenn dies für mich sehr Schön wäre dann könnte ich meinen Traum endlich erfüllen, wer nicht gezwungen ist für 500,00€ Netto arbeiten gehen zu müssen der braucht nicht zu jammern das die Räder Teuer sind aber nach meiner Meinung sind diese Liegedreiräder es wert, natürlich ist es wichtig das man es auch fleißig benützt.

    Und wenn ich mich nicht täusche werden diese Räder in Deutschland gebaut, daher sind diese Räder noch etwas teurer, als wenn man sie in China bauen lassen würde, ich selber halte von dieser Geschäfts Ethik nichts wenn man nur noch in der Heimat Entwicklung betreibt von Produkten aber in einem Billiglohn Land das Produkt zusammen bauen lässt danach wird aber das ganze Zeug wieder zurück Transportiert in das Heimatland um dort es dann mit Überhöhten Preisen zu verkaufen schöne Perverse Zeit Epoche das Geld wird zur Staatsreligion aus gekoren und die Menschlichkeit wird vergessen.

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