Technik & Innovation, Tipps & Tricks

Standluftpumpe – Viel Druck mit wenig Kraft – Hase Blog

15. Juni 2018

0 Kommentare

Eine Standluftpumpe erleichtert euch das Leben. Doch die wenigsten haben immer eine dabei. Daher solltet ihr unbedingt wissen, welcher maximale Luftdruck für eure Reifen angegeben ist. Dieser steht immer auf der Reifenflanke. Mit dieser Information könnt ihr dann auch ohne Standluftpumpe zum nächsten Fahrradhändler fahren und die Reifen entsprechend aufpumpen (lassen).

Standluftpumpe Fahrrad Luftpumpe

Der richtige Luftdruck sorgt für mehr Fahrkomfort und Sicherheit.

Richtig aufgepumpte Reifen erhöhen die Fahrsicherheit

Aber das Fahrgefühl durch korrekt aufgepumpte Reifen ist nicht der einzige Vorteil: Die Fahrsicherheit steigt, vor allem beim Zweirad. Das Gefühl „wie auf Schienen“ übernimmt die Führung. Das gilt auch für die Kurven, denn die Reifen laufen exakter und dynamischer. Auch das Gepäck ist einfacher zu transportieren. Das Hinterrad „eiert“ nicht mehr und die Fahrt ist ruhiger. Der größte Spaßfaktor aber ist der Leichtlauf. Denn die aufgepumpten Reifen ermöglichen eine schnellere Beschleunigung und eine höhere Geschwindigkeit. Eine Luftpumpe ist also ein äußerst wichtiges Zubehör für Fahrräder und Trikes. Noch besser ist aber eine Standluftpumpe mit Manometer.

Standluftpumpe für Kettwiesel oder Pino: Was ist zu beachten?

Natürlich sind die Stabilität und Robustheit der Standluftpumpe wichtig. Sie sollte einen großflächigen Fuß und einen Metallzylinder haben. Kunststoff-Modelle dagegen haben eine kürzere Haltbarkeit. Auch die Ergonomie ist auf lange Sicht wichtig. Liegen die Griffe gut in der Hand? Holz- oder Kunststoff-Griffe sind angenehmer als ein einfaches rundes Rohr. Je dicker, desto praller: Druckzylinder mit großem Durchmesser pumpen pro Hub viel Volumen in den Reifen. Das ist gut für Mountainbiker und Fans von dicken Dingern. Aber für schmalere Reifen, wie bei einem Rennrad, ist eine kleinvolumige Standluftpumpe besser. Sie erfordern weniger Handkraft. Bei Frauen kommen sie daher oft besser an. Auch der richtige Ventilkopf spielt eine Rolle. Die meisten Standluftpumpen haben heute einen Ventilkopf, der auf Rennrad-, Auto-(„Schrader-“) und Dunlop-Ventile passt. Entweder als Janus-Kopf mit zwei unterschiedlichen Öffnungen oder als Multiventilkopf, der auf alle Ventilarten passt. Hat die Standluftpumpe das nicht, gibt es für jedes Ventilsystem einen Adapter. Diese Lösung ist aber auf Dauer nervig. Denn oft ist die Adapterlösung langfristig nicht luftdicht. Also einfach direkt eine Standluftpumpe mit passendem Kopf kaufen.

Tubeless-Reifen sind auf dem Vormarsch

Für Schlauchlos-Reifen braucht ihr Spezialisten. Denn diese noch relativ neue Technologie hat beim Aufpumpen ein Handicap. Da kein abgeschlossener Schlauch im Inneren des Mantels die Luft hält, muss der Mantel schon beim ersten Pumpenstoß so stark an die Felgenflanke gedrückt werden, dass er abdichtet. Das geht mit einer normalen Standluftpumpe meist schlecht. Mittlerweile gibt es für diese Technologie, die vor allem im Rennrad- und Mountainbike-Bereich immer mehr Freunde findet, Pumpen mit speziellen „Luft-Tanks“ oder „-Akkus“. Entsprechend eingestellt, wird die Luft zunächst in einen separaten Tank gepumpt, bis ein vorgegebenes Volumen erreicht ist. Dann wird dieses Volumen unter hohem Druck in den Tubeless-Reifen gedrückt. Der Reifen bekommt mit einem Schwung so viel Druck, dass er an den Felgenwulst gedrückt wird und sich damit selbst abdichtet. Über den Sport-Bereich wird diese Technik möglicherweise bald die ganze Fahrradwelt erobern. Wer jetzt eine Standluftpumpe kauft, für den ist „Tubeless-ready“ deshalb eine Überlegung wert.

Standluftpumpe Fahrrad Luftpumpe

Ein Manometer zeigt immer den aktuellen Luftdruck an.

Eine Standluftpumpe ohne Manometer wäre sinnlos. Das Manometer sorgt dafür, dass der Druck genau auf den Reifen abgestimmt ist. Praktisch sind Manometer mit Memory-Funktion auf der Skala. Einmal eingestellt, kann sofort abgelesen werden, wenn der passende Luftdruck für den Reifen erreicht ist. Oft lässt sich das Ventil mit einem kurzen Pumpenschlauch nur schlecht erreichen. Dann muss das Fahrrad nochmal anders hingestellt oder der Reifen gedreht werden. Der Luftschlauch der neuen Standluftpumpe sollte daher mindestens 70 Zentimeter lang sein.

Eine Standluftpumpe gibt es schon von etwa 20 bis 200 Euro. Wie auch bei anderen technischen Dingen gilt hier: Teure Edel-Pumpen sind eher was für Liebhaber! Otto Normalradler braucht sicher nicht alle Features. Wer aber das absolute Tiefpreis-Schnäppchen kauft, wird selten Freude daran haben. Solide Qualität liegt meist zwischendrin.

Standluftpumpe Fahrrad Luftpumpe

Es gibt verschiedene Ventiltypen.

Welchen Ventiltyp hast du?

Das Dunlop-Ventil wird auch das „klassische Fahrradventil“ genannt. Seine Vorteile sind die einfache Handhabung und das leichte Auswechseln des Ventilkopfs. Nachteile gibt es aber auch. Hier muss öfter nachgepumpt werden – wer hohen Luftdruck braucht, ist mit anderen Varianten besser aufgehoben. Der Ventilkopf kann außerdem leicht gestohlen werden. Das Sklaverant-Ventil ist als Rennrad-Ventil besser bekannt. Im Gegensatz zum Dunlop-Ventil muss zunächst die obere Rändelmutter aufsgeschraubt werden, um es zu bepumpen. Vorteil: hält auch bei sehr hohem Druck dicht. Nachteil: ­keinen. Das Schrader- oder Autoventil ist vor allem bei einfachen Freizeiträder weit verbreitet. Zum Luftablassen wird einfach der Pin in der Mitte des Ventilkopfes gedrückt. Vorteil: kann man per Luftdruckgerät an der Tankstelle befüllen. Nachteil: Vor allem unterwegs, also mit Handpumpe, ist es oft schwierig zu bepumpen – und der Plattfuß kommt leider selten direkt vor einer Tankstelle.

Diese Beiträge könnten Ihnen auch gefallen

Keine Kommentare

Antworten

*