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„Sport- oder Reha-Rad? Wir machen, was zum Anspruch passt!“

15. Oktober 2014

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Hase Reha Bike

„Es gab nie die Entscheidung, Reha-Bikes zu bauen“, sagt Marec Hase. „Eigentlich war es umgekehrt: Die Räder, die mich von Anfang an begeistert haben, passten eben auch in den Reha-Bereich. Fahrräder müssen einfach ihren Zweck erfüllen, gut funktionieren, und der Übergang zwischen sportlicher Ausrichtung und Reha ist sowieso fließend“, so unser Chefentwickler. Manchmal kann man sogar nicht zwischen beiden unterscheiden.

Das Rad, mit dem der 18-jährige Marec beim „Jugend forscht“-Wettbewerb teilnahm – und gewann –, war ein „Nebeneinandem“, ein Tandem für zwei nebeneinander sitzende Fahrer. Perfekt für die längere Radtour, die Marec und ein blinder Freund zusammen damit unternahmen.

Reha-Fahrrad versus Kurvenflitzer: Flexibilität ist wichtiger als Schubladendenken

Marec fordert: „Ein Rad muss Spaß machen. Und wenn ein ambitionierter Radfahrer aus irgendeinem Grund, zum Beispiel wegen eines Unfalls oder einer Krankheit, plötzlich kein normales Velo mehr fahren kann, heißt das nicht, dass er plötzlich keine hohen Ansprüche mehr hat. Man setzt doch trotzdem die alten Maßstäbe an, wenn man etwas kauft, um weiterhin Radfahren zu können.“ Hase Reha BikeUnsere KETTWIESEL beispielsweise können beides: Die Kurvensuchmaschine macht riesigen Spaß. Aber als Trike mit tiefem Schwerpunkt bringt es mehr Komfort und Sicherheit, auch für Menschen, die krankheitsbedingt ein Zweirad nicht beherrschen. Außerdem ging aus dem flinken Trike das sportliche Reha-Handbike hervor – Menschen, die Fahrräder nicht mit Beinkraft bewegen können, haben obigen Anspruch natürlich auch.

Was man nicht selbst nachvollziehen kann, muss man von anderen lernen“, erzählt Marec begeistert. Zum Beispiel, dass Beinauflage-Flächen für Querschnittsgelähmte eine besondere Form haben müssen. Da diese Menschen kein Gefühl in den Beinen haben, können ansonsten Druckstellen entstehen, ohne dass sie es bemerken. „Solche Punkte machen es für den Konstrukteur immer wieder spannend: dass man sich mit so viel Neuem auseinandersetzen muss. Und immer weiter lernt“.

Handicap trifft Lifestyle

Bei HASE BIKES war diese Flexibilität von Anfang an selbstverständlich. Vielleicht ist das der Grund, warum unsere Tandems und Trikes nicht nur im sportlichen Bereich, sondern auch in der Reha-Sektion von Anfang an gut ankamen. Was damals sonst geboten wurde, war oft von der Funktion und auch vom Sicherheitsaspekt her zweifelhaft. Die Krankenfahrstuhl-Optik war dann nur noch das „Sahnehäubchen“ obendrauf. „Mittlerweile hat sich da viel getan“, so Marec, „auf dem Markt gibt’s viele stylische und technisch hochwertige Produkte. Was da momentan passiert, finde ich faszinierend. Wenn man sich allein diese Renntrikes bei den Paralympics anschaut! Aber auch allgemein setzt sich bei diesen Fahrzeugen ein sportlicher Mehrwert durch. Das Handicap selbst tritt in den Hintergrund – das ist doch toll“, freut sich Marec. „Die Technik und die Funktion zählen, und das entspricht genau unserem Ideal!“

 

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