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Noch mehr Rückenwind fürs Pedelec!

1. Juli 2015

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Das E-Bike-Fieber hat alle gepackt: City-Biker, Tourenradler, Mountainbiker, ja sogar die Rennradfahrer sind infiziert. Für Spezialradfahrer wie Tandemisti oder HASE BIKES-Pinotisten ist der kleine Zusatz ja schon lange ein gern genommenes Extra, das den Fahrgenuss noch steigert. Wer am Wochenende im Grünen auf Tour ist, trifft heute mehr E-Biker als Rückenwind-freie Radler. Für diese sollten wir uns wohl schon mal einen Namen ausdenken, denn womöglich sind sie bald eine Randgruppe: wenn das „E“ für Radfahrer so selbstverständlich ist, dass man E-Biker einfach nur noch Radler nennt. Hannes Neupert, mit seinem Verein Extraenergy ein regelrechter Wegbereiter des Pedelecs, prognostizierte schon vor Jahren, dass das Rad mit Akku so selbstverständlich werden würde wie das Telefon mit Batterie – das Smartphone. Das Thema beschäftigt die Leute. Besonders im Internet: Blogs rund um die technische Entwicklung und zur E-Bike-Praxis gibt es in Hülle und Fülle. In unzähligen Foren tauschen sich Nutzer aus und sinnieren über den besten Antrieb und die schönsten Bergstrecken. Fachgeschäfte, die nur noch E-Bikes verkaufen, schießen aus dem Boden.

Entwicklung: Es geht rasant voran!
Wer die technische Entwicklung verfolgen will, muss heute ganz schön auf Trab sein. Mittlerweile bringen die Motorenhersteller meist jährlich neue Modelle oder Modellvarianten. Und der Einsatzbereich wird immer individueller.
Die drei Motorenarten:
– Frontmotor: leicht nachzurüsten, mit nahezu allen Rädern kompatibel, im Spezialradbereich auch deshalb sehr gern verwendet.
– Heckmotor: tendenziell der mit dem „größten Bums“, aber bis auf Ausnahmen ausschließlich mit Kettenschaltung kompatibel.
– Mittelmotor: führt in der Beleibtheit beim normalen Sattelrad das Ranking an. Für ihn müssen die Radhersteller zwar spezielle Rahmen bauen, er schafft aber neben vielen Detail-Vorteilen wie Kompatibilität mit allen Schaltungen am Hinterrad auch ein sehr intuitives Fahrerlebnis. Ein guter Mittelmotor mit harmonischer Ansteuerung wie der Shimano-Steps-Motor ist heute beim Pedalieren kaum wahrzunehmen – nur dadurch, dass das Rad unheimlich leichtgängig fährt.

Der neue Bosch Motor Performance Line CX.

In der Mitte liegt die Kraft
Marktführer Bosch stellte im Juni Neuheiten für die kommende Saison vor. Der vor allem für MTBs konzipierte Mittelmotor „Performance Line CX“ hat viel Drehmoment und reagiert schon auf sehr geringen Kurbeldruck – was das Fahrgefühl noch intuitiver macht. Passend dazu gibt’s einen neuen Akku mit 500 Wattstunden, der bei fast gleichem Gewicht deutlich mehr Reichweite bringen soll.
Ebenso hoch im Kurs steht der Steps-Motor vom Komponenten-Spezialisten Shimano. Der Hersteller hat den Vorteil, dass er seine Motoren perfekt auf die eigenen Schaltungen abstimmen kann – und den nutzt er. Steps arbeitet nicht nur geschmeidig mit vielen Schalttypen zusammen, Shimano realisiert damit auch vollautomatische Schaltungen. Ein Feature: Um den Schaltvorgang möglichst sanft zu gestalten, reduziert der Motor für einen Sekundenbruchteil seinen Kettenzug; dadurch wird der gesamte Antrieb geschont – und das Gehör des Fahrers auch …
HASE BIKES ist bislang der einzige Spezialrad-Hersteller, der den angenehm kleinen Antrieb in 20-Zoll-Trikes integriert hat. Derzeit sorgt der flüsterleise Mittelmotor bei allen KETTWIESEL-Varianten auf Wunsch für mehr Power im Antritt. Mittlerweile wissen auch Fahrer mit sportlichen Ambitionen, wie viel Fahrspaß ein Motor bringen kann, der immer dann richtig Schub zugibt, wenn’s darauf ankommt – egal ob am Berg oder beim Ampelstart. Für die Optik, bei der unser Designer Paulo Mesquita für den letzten Schliff sorgte, haben wir besonders viel Lob erhalten – und sogar einen Preis.Ob die Steps-Familie bei HASE BIKES 2016 noch wächst? Die Messe Eurobike im August wird’s zeigen.

Klimax_2K_2013_Motor

HASE BIKES verbaut den Direktpower von Heinzmann.

Richtig Durchzug für zwei
Auch Antriebe fürs Vorderrad haben ihre Vorteile. HASE BIKES hat aktuell den Direktpower des  Herstellers Heinzmann im Programm. Der gehört zu den getriebelosen Motoren, das heißt: Man hört ihn praktisch gar nicht, spürt aber seine Power. Er bringt nämlich bis zu 60 Newtonmeter Drehmoment auf den Asphalt. Ein Kleinwagen hat im Durchschnitt auch nur 100. Sitzt so ein kleiner, unauffälliger Heinzmann zum Beispiel im Vorderrad des PINO, dann geht die Post ab, auch wenn kein Tandem-Partner mittritt und man das Bike als Lastenrad mit PORTER-Zubehör nutzt. Und fürs klassische Tandem-Duett macht er Berge zu Flachland.

Kaum mehr ein Thema: Reichweite
Als E-Mobilität gerade zum Trend wurde, war Reichweite Gesprächsthema Nummer eins. Das hat sich geändert. Die Frage „Wie weit komme ich damit?“ ist aus zwei Gründen nicht mehr so diskussionswürdig: Neue LiIon-Akkus (Lithium-Ionen) haben eine höhere Energiedichte und damit mehr Kapazität. Im Durchschnitt heute etwa 400 Wattstunden. Mindestens 50 Kilometer beim Trike auf mittlerer Unterstützungsstufe auf normalem Untergrund dürften drin sein – je nach Fahrweise aber auch wesentlich mehr. Zweiter Punkt: Beim Pedelec spielt das Gewicht wenig Rolle, viele E-Biker packen daher einen zweiten Akku ein. Auf welche Art viele Faktoren wie Streckenprofil, Fahrergewicht, gewählte Unterstützungsstufe, Gegenwind, Reifenprofil und vieles mehr auf die Reichweite Einfluss haben, zeigt übrigens ein Reichweitenrechner auf der Seite von Bosch. Ein praktisches Tool – nicht nur für Bosch-Fahrer.

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