Leute & Storys, Velo Lifestyle

Eine Radreise mit dem PINO durch Südamerika

24. Oktober 2016

2 Kommentare

Eine Radreise mit dem PINO durch Südamerika: 7.500 Kilometer über Straßen, die hier oft gar nicht so genannt werden würden. Durch Matsch, Sand, Schnee und viel, viel Staub. Jens Blume ist mit seiner jungen Familie fast den ganzen Westen von Südamerika abgeradelt. Ende Juli kamen die vier zurück und erzählten uns davon.

Camping auf der Radreise.

Camping auf der Radreise

„Drei Monate in den Anden ununterbrochen in dieser Höhe zu sein – das war absolut faszinierend!“ Jens Blume und seine Familie sind bis auf die Höhe von 4.818 Meter gefahren – auf Rädern! Eines der Expeditionsfahrzeuge: Das HASE BIKES PINO, das Mama Emilia mit der siebenjährigen Tochter Livia fuhr. Papa Jens saß auf einem normalen Reiserad, die gerade mal ein Jahr alte Magdalena rollte im gefederten Einachs-Anhänger von Tout Terrain hinterher und gab die Pausenzeiten vor – sie wollte schließlich regelmäßig verpflegt werden. Wobei „rollen“ relativ zu sehen ist: „Wir sind manchmal tagelang nur bergauf gefahren“, erzählt Emilia, „daran muss man sich erst einmal gewöhnen!“ Und man sollte dazu eine gewisse Basis-Fitness mitbringen. Die testeten und verbesserten die Blumes vorher auf einer Tour durch Polen, Tschechien, Slowakei, Ukraine und Moldawien – also einer Radreise, die für andere schon extrem umfang- wie abenteuerreich ist. Das war auch die Premiere für das PINO als Reiserad fürs Team.

PINO: Die große Liebe für die Langstrecke

Radreise

Mit dem PINO bergab.

Zuvor haben sich Livia und Emilia bereits auf der Velo Berlin 2014 total in das PINO verliebt – für sie der ideale Reisebegleiter. „Wir haben während der Südamerika-Reise so viel zu sehen und besprechen gehabt“, erzählt Emilia, „Das alles per Rad zu erleben! Wir konnten so die fremde Welt ganz intensiv wahrnehmen und sie uns gegenseitig erklären.“ Schließlich hatten beide den Panorama-Blick. Emilia konnte auf der Tour zeigen, dass das zweifach besetzte PINO auch für den Ein-Frau-Antrieb geeignet ist: Ihre Tochter konnte nicht die nötige Motivation aufbringen, zum Vortrieb beizutragen, sodass das Kindertretlager schließlich entfernt wurde. Aber dafür versorgte sie während der Fahrt ihre Mama mit Keksen. Das brauchte diese bei den langen Bergetappen auch reichlich!

Ein halbes Jahr Radreise durch Südamerika mit dem PINO

Radreise mit dem Pino durch Südamerika

Radreise mit dem PINO durch Südamerika

7.500 Kilometer weit sind sie gefahren – von Santiago de Chile bis nach Ushuaia, in der argentinischen Provinz Feuerland, und von Salta in Argentinien nach Lima, der Hauptstadt von Peru. Gestartet Mitte Dezember 2015, in Lima angekommen, Ende Juli 2016. Warum diese zwei getrennten Routen? „Wir mussten uns bei der Planung stark nach dem Wind richten“, so Jens. Das war vielleicht auch die größte Herausforderung auf der Tour, schiebt Emilia sofort hinterher. „Aber es war sagenhaft, das zu erleben: Die Bäume sehen oft so krass aus – die ganze Natur hat sich dem Wind angepasst.“

Die Welt sich selbst zu erradeln, das ist es, was Jens Blume schon immer fasziniert hat, seit er mit 16 Jahren seine erste größere Radtour gemacht hatte. Seine Frau Emilia hat er anscheinend hoffnungslos mit dem Radreise-Virus angesteckt. Unterwegs wurde praktisch immer in der Natur gezeltet. Nicht ganz einfach: In Südamerika sind vor allem wegen der Tiere viele Grundstücke eingezäunt – wir haben uns oft Einfahrten gesucht und wenn möglich um Erlaubnis zum Zelten gefragt“, erzählt Jens.

4.800 Meter Abfahrt!

Besondere Naturerlebnisse auf der Radreise mit dem Pino durch Südamerika.

Besondere Naturerlebnisse auf der Radreise durch Südamerika.

„Am schönsten war der allerletzte Pass, direkt vor Lima“, schwärmt er weiter. Allerdings: In gut 4.800 Meter Höhe ist die Luft sprichwörtlich dünner, der Sauerstoffgehalt pro Atemzug deutlich geringer. Man gewöhnt sich daran und macht langsamer. Aber auch Feuerland und das berühmte Patagonien fanden alle schön. Während es durch grandiose Nationalparks vor dem Hintergrund kleiner Gletscher ging, musste man sich um Trinkwasser wegen der vielen kleinen Flüsschen keine Sorgen machen. Jedoch mussten sich die Eltern während ihrer Radreise schon mal Sorgen um die beiden Kleinen machen; vor allem Livia war zweimal krank – Atemwegsinfektionen und der Klassiker: Montezumas Rache, Reisedurchfall. Und Magdalena musste sogar einmal kurz zum stationären Check ins Krankenhaus. Doch Livia erzählt am liebsten von ihrem siebten Geburtstag, den sie am Ziel, in Lima, feiern konnten. Auf den der Metropole vorgelagerten Inseln konnten sie nämlich Pinguine und Seelöwen aus nächster Nähe sehen. „Das war toll“, strahlt sie, „auch wenn wir auf dem Schiff alle seekrank geworden sind …“ Dagegen fühlte sich Livia auf dem PINO immer pudelwohl. „Bergab hat es sogar am meisten Spaß gemacht!“ Bergauf war sie ja mit Füttern beschäftigt …

Alle Abenteuer von Jens Blume und seiner Familie könnt ihr auf ihrem Blog nachlesen.

Diese Beiträge könnten Ihnen auch gefallen

2 Kommentare

  • Antworten Jens 10. Februar 2017 at 2:07

    Echt ein Traum! Was für tolle Bilder! Muss ein unvergessliches Abenteuer gewesen sein! Ich hoffe ich kann auch irgendwann mal nach Südamerika und den Amazonas erkunden :P:) Und natürlich auch mit dem Fahrrad.

    Toller Beitrag! Lieben Gruß

  • Antworten HASE BIKES wünscht frohe Weihnachten! - HASE BIKES Blog 18. April 2017 at 13:38

    […] Für Reisefans besonders spannend, der Beitrag über eine Südamerika-Radreise! […]

  • Schreibe einen Kommentar zu Jens Antwort löschen

    *