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Pulsmessung beim Radfahren – welche Methode macht Sinn?

3. August 2018

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Die Pulsmessung ist für sportlich Ambitionierte ein einfaches Mittel, um Trainingserfolge zu verfolgen. Aber auch für Menschen, die an ihrer Fitness interessiert sind, abnehmen wollen oder bestimmte körperliche Einschränkungen haben, ist es sinnvoll, ihre Herzfrequenz zu kontrollieren – sei es beim Sport oder auf Alltagswegen. Die Pulsmessung kann über einen Brustgurt, ein Armband am Handgelenk oder über einen Armgurt erfolgen. Vor- und Nachteile haben wir euch einmal zusammengestellt.

Pulsmessung über den Brustgurt

Bis vor Kurzem war der Brustgurt die einzige nicht medizinische Möglichkeit, den Herzschlag zuverlässig aufzuzeichnen. Brustgurte messen den Pulsschlag über zwei Hautelektroden in der Nähe des Herzens. Das funktioniert, hochwertige aktuelle Technik vorausgesetzt, EKG-genau. Das Problem für viele: Der Brustgurt. Er ist nämlich alles andere als beliebt und so richtig praktisch ist er auch nicht. Denn zum An- und Ablegen muss das Oberteil ausgezogen werden. Schlecht sitzende Brustgurte können scheuern oder sogar Wunden verursachen.

Pulsmesser am Handgelenk können mit den Fahrradhandschuhen in Konflikt kommen.

Pulsmessung am Handgelenk

Seit einigen Jahren werden aber auch Armbänder am Handgelenk eingesetzt. Sie messen mit optischen Sensoren. Licht wird in hoher Frequenz (mehrmals in der Sekunde) auf die Haut gestrahlt, Sensoren messen die Stärke der Reflexion. Denn die durchbluteten Gefäße unter der Hautoberfläche reflektieren weniger Licht als nicht durchblutete. Diesen Unterschied nehmen die Messgeräte als Vergleichsgröße zum Feststellen der Pulsfrequenz. Lange wurde diese Messmethode jedoch als ungenau und unzuverlässig kritisiert. Speziell beim Radfahren kommen die Armbänder außerdem gelegentlich mit den Radhandschuhen in Konflikt.

Neue Alternative: Pulsmessung über den Armgurt

Pulsmessung mit dem Armgurt

Pulsmessung mit dem Armgurt

Eine neue und gute Alternative bieten Armgurte. Wie der Name schon sagt, werden diese Messgeräte mithilfe eines Gurtes am Ober- oder Unterarm befestigt. Hier haben sie oft einen besseren Halt. Die Sensoren zur Pulsmessung liegen fester an der Hautoberfläche an. Die erzielten Ergebnisse sind genauer und zuverlässiger. Egal ob am Handgelenk oder am Arm, aktuelle Produkte „verlieren“ den Puls nicht mehr und liefern durchgängig weitgehend sichere Werte. Wer jedoch krankheitsbedingt mit absoluter Sicherheit messen muss, dürfte auch heute noch mit dem Brustgurt am besten fahren.

Anzeige der Pulsmessung per Smartphone

Neue Apps und Fahrrad-Gadgets, machen das Radfahren noch spannender

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Neue Apps und Fahrrad-Gadgets, machen das Radfahren  noch spannender. Auch viele Pulsmessgeräte bieten über Apps und das Smartphone weitere Funktionaltäten. Das „Tickr Fit“ von Wahoo Fitness beispielsweise hat nur einen Einschaltknopf. Ein eigenes Display gibt es nicht. Man braucht eine Smartphone-App zur Anzeige beziehungsweise Auswertung. Wer nur einfach den Puls in seiner Uhr und einige dort abzulesende Daten haben möchte, der ist mit einer zuverlässigen Pulsuhr besser dran. Wer sein Handy aber ohnehin am Fahrrad-Lenker hat, kann die App damit viel breiter nutzen. Sie kann nämlich noch mehr, als nur den Puls anzuzeigen. Offeriert werden Funktionen wie Durchschnittspuls, Fettverbrennung in Kalorien und Ähnliches. Wichtiger für uns Biker und Triker ist aber, dass die App auf dem Smartphone die wichtigsten Daten wie Geschwindigkeit, Entfernung, Zeit, Höhenmeter und eine GPS-Routenaufzeichnung der Fahrt übernimmt. Die Daten und die gefahrene Route kann man per Klick etwa auf das Touren-Portal Komoot oder auf Social-Media-Seiten hochladen. Und natürlich ist das Armband auch mit gängigen Bike-Computern koppelbar.

Und auch wenn man medizinisch keinen Pulsmesser braucht: Abends mal einen Blick auf die Daten zu werfen, die man „eingefahren“ hat, kann ziemlich motivierend sein …

 

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