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Pedelec? So alt bin ich noch lange nicht!

19. November 2014

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Hase Bikes Pedelec

Auch wenn das E-Bike seit mindestens fünf Jahren auf steilem Erfolgskurs rollt: Für viele ist die Frage „Motor – ja oder nein?“ immer noch ans Alter gekoppelt. Und für manche ist es sogar eine Frage der Radfahrer-Ehre. Berge mit Unterstützung hochzukurbeln ist für sie „Betrug“. Unklar ist dabei, an wem – und worum es ihnen beim Bergauffahren eigentlich geht. Zugegeben, das sind dann meist Biker, die noch nie ein Rad mit E-Unterstützung gefahren sind.
Hase Bikes PedelexDas Pedelec unterstützt beim Treten – und nur da: Sobald Sie aufhören zu pedalieren, schiebt auch der Motor nicht mehr. Das heißt: Pedelisti müssen sich nach wie vor bewegen – aber mit deutlich weniger Anstrengung. Das Pedelec arbeitet dann perfekt, wenn man den Motor nicht bemerkt – es fühlt sich an wie ein extrem leicht laufendes Bike oder Trike. Bei 25 km/h ist Schluss. Heißt: Sie können auch schneller fahren, aber der Motor ist dabei aus.
Für Leute, die sich im Frühjahr ein neues Bike oder Trike zulegen wollen, haben wir die wichtigsten Argumente für und gegen Unterstützung zusammengetragen.

Pro Pedelec:

– Lange Wege sind schneller zurückgelegt – und weniger schweißtreibend. Vor allem für den Weg zur Arbeit ein sehr gutes Argument.

– Bergige Strecken machen viel mehr Freude – und weniger nass von innen.

– In vielen Situationen kann ein Pedelec besser als ein Fahrrad das Auto ersetzen – Stau war gestern.

– Viel Freude: Weniger trainierte Fahrer erreichen damit Ziele, die ohne Unterstützung nicht möglich waren – eine Alpenüberquerung ist für fast jeden möglich.

– Schwere Lasten fallen buchstäblich nicht mehr ins Gewicht – das PINO PORTER ist mit E-Unterstützung beispielsweise das perfekte Lastenrad für Großeinkauf und Baumarkt, ohne dicke Oberschenkel.

– Bei unterschiedlich starken Partnern kann ein Motor ausgleichen. Übrigens oft die Lösung, seine Freundin/Frau wieder aufs Rad oder Trike zu bringen. Soll bei Männern aber genauso gut funktionieren.

– Gerade Trikes mit Unterstützung sind eine Mobilitätschance für die Reha oder für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit. Es braucht nur wenig Kraft, um selbst mobil zu sein, und die Beine bleiben auch beim Stopp entspannt auf den Pedalen – man kippt ja nicht.

– Geringe laufende Ausgaben: Derzeit zahlt man um die 10 bis 15 Cent für 100 Kilometer Schub aus dem Akku.

– Das Pedelec ist rechtlich ein Fahrrad – Sie können freigegebene Einbahnstraßen in der Gegenrichtung nutzen, auf Radwegen und auf Wanderwegen fahren.

– Anhängerlast wird Anhängerlust: Egal ob Kind, Einkauf oder Hobby – der Anhang fällt leicht. Noch ein Grund, öfter als bisher aufs Auto zu verzichten.

– Spaß. Der wächst mit dem Pedelec – garantiert völlig unabhängig vom Alter.

Gegen Pedelec:

– Ein Pedelec kostet deutlich mehr als das Fahrrad ohne Unterstützung.

– Es wiegt im Schnitt auch mehr– ein Argument, das allerdings nur bei „Kellerabstellern“ zählt.- Der Pedelecmotor schaltet sich bei 25 km/h ab. Sehr sportliche Menschen sind zumindest auf Kurzstrecke gelegentlich schneller.

– Das Fahrrad wird mit der Elektronik zu einem komplizierteren Produkt. E-Motor und Steuerung sind zwar ausgereift, doch wenn wirklich mal etwas nicht stimmt, ist Selberfrickeln fehl am Platz.

Wie auch immer: Die Frage „Pedelec – ja oder nein?“ sollte man nicht an einem Nachmittag beantworten. Neben den genannten Argumenten ist die ausgedehnte Probefahrt das Wichtigste, um zu verstehen, für oder gegen was man sich eigentlich entscheidet. Viel Spaß!

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