Tipps & Tricks

HASE BIKES-Praxistipps: Durch den Herbst mit Bike und Trike

5. Oktober 2017

2 Kommentare

Hase Kettwiesel Bike

Herbst – und die Saison ist aus? Unsinn! Man muss kein Held sein, um die dunkle Jahreszeit zu durchradeln. Vor allem nicht, wenn man auf unseren Rädern unterwegs ist. Also: Was ist im Herbst anders? Es ist kälter, manchmal nasser und viel öfter dunkel auf den Straßen. Mit diesen Ausgangspunkten müssen wir umgehen.

Thema eins: Kälte

Einfache Sache: Man muss sich wärmer anziehen. Doch auch dabei gibt es einiges zu beachten.

Das Zwiebel-Prinzip anwenden: Lieber mehrere dünne Schichte als wenige dicke anziehen. Effektives Temperaturmanagement ist dann viel leichter. Denn beim Radfahren wird es schnell zu warm. Wer dann dünne Schichten übereinander gezogen hat, der kann sich an die jeweilige Temperatur einfach anpassen, indem er eine auszieht. Und leichter verstaubar sind dünne Klamotten auch.

Ebenfalls wichtig: Auf längeren Strecken die Schichten anpassen, bevor man anfängt zu schwitzen. Schweiß kühlt ab und kann dann, vor allem bei niedrigen Temperaturen, schnell zu einer Erkältung führen. Je atmungsaktiver die Bekleidung, desto besser. So kann die feuchte Luft von der Haut nach außen transportiert werden. Den besten Effekt gibt’s natürlich, wenn vom Unterhemd bis zur Jacke alles atmungsaktiv ist.

Thema zwei: Wind

Bei der obersten Schicht auf Winddichtigkeit achten. In Herbst und Winter wirkt der sogenannte Windchill-Effekt stark: Der Fahrtwind kühlt den Körper deutlich mehr aus, als es die eigentliche Außentemperatur machen könnte. Beispiel: Fünf Grad Celsius fühlen sich bei 25 km/h schon an wie knapp über null Grad. Und minus fünf Grad Celsius sind gefühlte minus 15. Winddichte Oberbekleidung schützt also zusätzlich davor auszukühlen. Windabweisende Lagen in Textilien, beispielsweise „Windstopper“-Material von Gore, beugen vor.

Die richtige Fahrtechnik

Wind kann auch fahrtechnisch anstrengend sein – aber es gibt Abhilfe. Anstatt bei Gegenwind im großen Gang stur gegen den Widerstand anzutreten, lieber mal zwei Gänge tiefer schalten und ihm mit weniger Anstrengung, wenn auch vielleicht etwas langsamer, Paroli bieten.

Bei böigem Wind grundsätzlich den Lenker fest im Griff halten. Tückisch: Beim Passieren von Straßenkreuzungen kann plötzlich starker Seitenwind auftauchen. Seid darauf gefasst. Auch auf Brücken kann starker Wind gefährlich werden. Immer Seitenabstand zum Geländer einhalten.

Im Gegenteil zu Zweiradfahrern können sich Dreiradfahrer an windigen Tagen wortwörtlich entspannt zurücklehnen: Lenker festhalten, und dein Trike wird auch bei Seitenwind nicht umfallen. Und denkt auch daran:

  • Besonders vorausschauend fahren. Liegt in der nächsten engen Kurve Laub?
  • Rechnen Sie mit herabgestürzten Ästen, Zweigen oder anderen Hindernissen auf Straße und Fahrradweg.

Thema drei: Regen

Wer nass wird, ist selbst schuld. Für Trike-Fahrer mit einem HASE BIKE gibt’s eine gute Nachricht: Unser neu entwickeltes Faltverdeck schützt noch besser vor dem Nasswerden. Aber auch mit dem aktuellen Verdeck bleibt ihr, vor allem mit dem zusätzlichen Regenponcho, trocken auf dem Trike.

Das vom Team um Marec Hase entwickelte Verdeck: Bei Regen in Sekundenschnelle aus der Tasche genommen und angesteckt, wird es zum Ein- und Aussteigen so einfach wie eine Autotüre geschlossen. Der separate Spritzschutz schützt vor Nässe von Unten. Für Winter und den Wolkenbruch mit dem Poncho erweiterbar.

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung

Damenregenjacke aus Wolle mit reflektierenden Details und bequemem Schnitt.
Foto: triple2

Regenhose und -Jacke sind ein Muss! Wichtig dabei: Auch hier sollte man auf Atmungsaktivität achten. Für Kurzstrecken ist das Material relativ unwichtig. Ab etwa über vier Kilometer Strecke macht sich eine atmungsaktive Jacke positiv bemerkbar. Regendicht kann zwar auch eine günstige Jacke sein. Doch nass wird man in dieser schon auf wenigen Kilometern trotzdem: von innen.

Achtet darauf, dass Regenjacke und Hose nicht zu eng sitzen – sie sollen ja oft noch über die äußere Schicht gezogen werden. Vor dem Anziehen der Regenhose Schuhe ausziehen, auch wenn die Hose eigentlich weit genug wäre: Die innere Beschichtung einer Regenhose ist empfindlich, Schuhsohlen und Absätze schaben sie ab.

Und nicht vergessen: Handschuhe sind bei herbstlichem Regenwetter auch auf Kurzstrecken angesagt. Durch Nässe und Fahrtwind kühlen die Hände schneller aus.

Checkliste

Der beste Schutz gegen herbstliche Überraschungen ist eine gute Vorbereitung. Ein paar Tipps, damit ihr gut gerüstet seid:

✅ Regensachen einpacken, auch wenn es morgens nicht nach Regen aussieht.

✅ Regen macht die Straßen rutschig – vor allem im Zusammenspiel mit dem Laub, das im Herbst auf den Straßen liegt. Gerade für Zweiradfahrer heißt das: Kurven langsam angehen – insbesondere dann, wenn man sie nicht einsehen kann. Früh abbremsen, aber in der Kurve die Finger von der Bremse lassen!

✅ Brillenträger haben durch tropfnasse Gläser zusätzlich schlechte Sicht. Hier hilft eine Baseball-Kappe mit großem Schild, die man gegebenenfalls unter dem Helm oder der Kapuze tragen kann – und natürlich vorsichtiges Fahren.

✅ Längeren Bremsweg einplanen: Felgenbremsen reagieren bei Nässe deutlich langsamer. Außer ihr sitzt auf einem aktuellen HASE BIKES-Rad. Die Scheibenbremsen, die wir verbauen, verzögern bei Regen genauso gut wie bei Trockenheit.

✅ Ganz wichtig: Straßenbahnschienen sind schon trocken sehr tricky, da man leicht „einfädelt“. Also mit dem Vorderrad in einer Schiene hängen bleiben kann. Bei Regen werden Schienen auch noch rutschig, man sollte sie also nur vorsichtig und in möglichst steilem Winkel kreuzen. Aber auch hier hat der Triker Vorteile: Durch die Dreispurigkeit läuft er sicher über das Hindernis.

✅ Bei Regen kann Kopfsteinpflaster sehr rutschig werden. Zum einen ist die Oberfläche meist sehr glatt, zum anderen verlieren die Reifen bei groben Unebenheiten den Kontakt zum Untergrund. Zeit lassen.

Es werde Licht

Gesehen werden ist oberste Biker-Pflicht: Schon beim Einsetzen der Dämmerung Lichter einschalten! „Hauptsache vorhanden“ gilt dabei nicht. Wer öfter auf schlecht oder unbeleuchteten Wegen unterwegs ist, braucht ein Frontlicht mit mindestens 60 Lux Beleuchtungsstärke, besser mehr, gerade, wenn er auch auf Feldwegen unterwegs ist.

Auch das Rücklicht sollte möglichst hell strahlen. Die Glühfunzeln, die man an älteren Rädern noch findet, sind in dieser Hinsicht längst überholt. Stärker – und auch weit robuster und langlebiger – sind Dioden-Rücklichter. Dabei darf das auch ein batteriebetriebenes Stecklicht sein. Wichtig ist: Ihr solltet es immer dabei haben. Im Herbst kann es auch tagsüber manchmal so schummrig sein, dass Beleuchtung absolut notwendig ist.

Aber auch ihr selbst könnt einen Beitrag leisten: Dunkle Kleidung kann euch in der Dunkelheit schnell unsichtbar machen. Reflektierende Elemente auf der Kleidung können die Sicherheit erheblich steigern. Wer für noch weitere Optimierungen offen ist:

Sehr sinnvoll: Akku-Lichter mit USB-Anschluss, die man überall und einfach laden kann. Das erspart viel Geld, das man sonst für Batterien ausgäbe und ist nachhaltiger.

 Noch besser: Eine fest installierte Lichtanlage mit Nabendynamo beziehungsweise mit Strom für die Lichter aus dem großen Akku, wenn’s ein E-Bike ist. Dann ist „Licht vergessen“ unmöglich.

 Nachladen bei Akkuleuchten: Aktuelle LiIon-Systeme sollte man nach jedem längeren Fahren laden. Im Gegensatz zu älteren Akkumodellen macht es hier keinen Sinn, sie erst bewusst „leerzufahren“, bevor sie wieder an die Dose kommen.

 

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2 Kommentare

  • Antworten Rüdiger Stark 7. Oktober 2017 at 19:04

    Schönes Bild-Beispiel, habt Ihr aber bestimmt schon selbst bemerkt…
    Von oben trocken, aber von unten ‚geduscht‘ – da müsst Ihr noch mal ran, bis mich das überzeugt… 🙂

    • Antworten HASE BIKES Team 12. Oktober 2017 at 15:07

      Hallo Rüdiger,
      ergänzend gibt es noch Regenponcho und Spritzschutz von unten dazu.
      Damit wärest du rundum geschützt. 😉
      Viele Grüße
      dein HASE BIKES Team

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