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Betreutes Fahren: Mit GPS auf Tour?

16. März 2015

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Navi bike and trike

Navis bzw. GPS-Geräte sind schon heute bei manchem Biker eine Selbstverständlichkeit. Wer aber noch überlegt, sich durch die Frühlingstour per Satellit navigieren zu lassen, für den ist dieser Post eine Entscheidungshilfe.

Warum GPS?

Tatsächlich ist Tourenfahren auf unbekannten Strecken mit einem Navi deutlich entspannter: Lästiges Anhalten-und-auf-die-Karte-Gucken entfällt, entsprechend auch das Verfahren oder Falschabbiegen. Über freie Internetportale wie www.GPSies.de oder www.outdooractive.de und andere kann man Tausende von Touren finden und auf sein Gerät laden. Umgekehrt kann man mit Navi oder Smartphone eine gelungene Tour aufzeichnen und ins Netz stellen. Das Tauschen macht Spaß, und je nach Portal sind die Touren umsonst.

Aber Achtung: Die Bedienung der Geräte und der Software ist in den letzten Jahren viel benutzerfreundlicher geworden. Ein bisschen einarbeiten muss man sich aber immer noch.

Wie beim Auto?

Die meisten GPS-Geräte sind heute Routing-fähig, das bedeutet: Sie können eine Verbindung von A nach B nach bestimmten Vorgaben berechnen und uns per Ansage und/oder Pfeil auf dem Display zum Abbiegen auffordern. Also ganz wie das Auto-Navi.

Eine tolle Fahrrad-spezifische Route entsteht dabei nicht unbedingt, denn dazu braucht es digitales Kartenmaterial mit den entsprechenden gespeicherten Informationen, zum Beispiel über die Eignung von Straßen und Wegen fürs Radfahren. Und diese Karten sind heute noch optimierbar; wir müssen also damit rechnen, dass uns das Navi bei selbst berechneten Routen ab und zu mal auf schlechte Feldwege oder über eine Bundesstraße führt.

Besser hat man es meist mit festgelegten Tracks, also fertigen Strecken, die wir auf das Gerät laden oder die dort schon vorinstalliert sind. Derzeit ist die Entwicklung der Programme und Karten noch voll im Fluss, die Streckenberechnung wird immer genauer.

Ganz ohne Papierkarte?

Trotzdem nehmen die meisten Tourer zum Planen eine Karte – und sei sie auch digital und auf einem großen Rechnerbildschirm. Nur so kann man komplette Regionen überblicken und verstehen, wo man da eigentlich entlangfährt und was man vielleicht keineswegs links liegen lassen sollte. Vorbereitung mit Google Maps oder Openstreetmaps und ähnlichem Online-Kartenmaterial macht Spaß und die Detailplanung manchmal schon zu einem eigenen Event.

Auch wenn man sich auf die Satelliten-Daten verlässt: Ohne Papierkarte würde ich nie losfahren – nicht aus Angst, dass ich mich verfahre oder interessante Sehenswürdigkeiten direkt nebenan verpasse, denn dafür haben viele Geräte und Programme spezielle Suchfunktionen. Es ist eher ein emotionaler Grund: Ich will mitbekommen, in welchem Gebiet ich mich herumtreibe, wo auf der Welt ich gerade genau bin – und das fehlt ohne Überblick auch schon auf der Wochenendtour, ist keine Karte dabei.

Smartphone oder GPS-Gerät?

GPS-Funktion ist für die cleveren Handys heute selbstverständlich. Trotzdem machen sie GPS-Geräte nicht überflüssig; drei Punkte sprechen dagegen, sie dauerhaft als Fahrrad-Navi zu nutzen: Ihr Stromverbrauch ist deutlich höher als beim Navi, was meist am Display liegt. Einen ganzen Navi-Tag hält das Handy ohne Laden daher selten durch. Abhilfe kann hier ein geeigneter Nabendynamo mit Ladegerät schaffen. Dazu kommt, dass die meisten Handys nicht so robust und witterungsbeständig sind wie GPS-Geräte. Ob sie einen Sturz aushalten, ist eher Glücksache, und die Erschütterungen beim Fahren können – je nach Typ und Halterung – auf Dauer das Gerät schädigen. Und schließlich lassen sich die meisten Smartphones vor allem bei Sonneneinstrahlung sehr schlecht ablesen.

Das Handy kann ein guter Kompromiss sein für Leute, die nur zwei, drei Touren pro Jahr unternehmen. Auch zum GPS-Einstieg kann man es nutzen – und so feststellen, ob man überhaupt Freude an „betreuten Touren“ hat. Dabei bekommt man auch einen Einblick in die Technik und kann feststellen, ob man sich damit beschäftigen will oder nicht – wobei moderne Einsteiger-GPS-Geräte oft schon viel komfortabler zu handhaben sind als Smartphones, wenn es um Streckensuchen und -laden geht.

Bike-Navis werden mit Lenkerhalterung geliefert, Smartphones nicht. Mittlerweile gibt es aber eine ganze Palette davon als Zubehör. Wichtig: im Laden unter einer starken Lampe ausprobieren, ob man durch die – so vorhanden – Schutzfolie der Halterung das Display noch gut ablesen kann. 

HASE BIKES KETTWIESEL: kein Lenker, kein Navi?

Hase Bikes Navi

Trikes wie das KETTWIESEL haben einen Untenlenker. Der macht das Fahren enorm bequem, aber am Lenker montiertes Zubehör ist nicht im Blickfeld. Abhilfe schafft der Universalhalter von HASE BIKES. Das ist quasi ein kleiner Lenkerstummel, der am Hauptrahmen befestigt wird. Er kann zum Beispiel eine GPS-Halterung aufnehmen. Einfach und praktisch.

 

 

 

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