Velo Lifestyle, Verkehr & Mobilität

Frühling ist, wenn das Fahrrad durch die Medien rollt

5. Mai 2015

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Hase Bikes Blog

Auch wenn die Temperaturen immer noch nicht unsere Erwartungen erfüllen: Es ist Frühling, die Zeit, in der sich Saisonfahrer wie frisch Verliebte aufs Fahrrad stürzen. Aber auch die Medien stürzen sich, zwar aus einem anderen Grund, aufs Bike respektive – ebenfalls sehr gern – aufs Tandem oder Trike.

Aber dieses Frühjahr ist es noch mal anders. Nicht, weil sich die Medien weniger um uns Biker scheren. Ganz im Gegenteil: Die Blätter, wie die hier gezeigten Online-Magazine und -Ausgaben, die bislang den Fahrrad-Frühling mit einem Schrei nach Helmpflicht einläuteten oder einer Hasstirade auf den „Rüpel-Radler“, sind dieses Jahr vor allem eines: begeistert. Sie freuen sich mit uns Fahrradfahrern darüber, dass die Fahrradwelt jetzt so bunt, so lifestylisch wird. Sie erzählen, wie das Fahrrad gegen den Verkehrsinfarkt hilft und wie es die Welt oder doch zumindest zunächst mal die Umwelt retten kann. Sie erklären uns, die wir das doch schon immer wussten: Die Zukunft liegt im Fahrrad!

Schöne neue Bike-Welt

Besonders Räder mit E-Unterstützung boomen, weiß die „Welt“. Das Fahrrad ist auch auf diese Art zahlenmäßig dem Auto um Lichtjahre voraus: Bis 2020 sollen 1.000.000 Elektrofahrzeuge in Deutschland fahren – schon heute gibt es mehr E-Bikes auf den Straßen! All das nehmen die Medien endlich wahr. Momentan. Sie sagen uns, dass das Fahrrad das Leben in Städten lebenswerter macht. Selbst die größte deutsche Auto-Lobby, der ADAC, hat in seiner Mitgliederzeitschrift „Motorwelt“ ein großes Fahrrad-Special. Und in den Zeitungen wird sogar angekreidet, dass die Städte zu wenig Geld für die Fahrrad-Infrastruktur ausgeben. Dass es andererseits überhaupt das Allerbeste für unsere Gesundheit ist, lesen wir an jeder Ecke. Plötzlich wissen es alle: Fahrradfahren ist sexy, schön, gesund, außerdem unsere Zukunft und heute der angesagte Lifestyle. Um den geht es sogar in einer aktuellen Spiegel-„Homestory“. Hier erzählt der Autor angenehmst plaudernd davon, welch starkes Gruppengefühl das richtige Fahrrad stiften kann.

Doch hätten die Medien mal nachgefragt, warum man wirklich Fahrrad fährt, wüssten sie: Das sind alles tolle bis ehrenwerte Gründe – aber kaum solche, weshalb man aufs Fahrrad umsteigt. Das Hauptargument könnte man aber auch mal vorbringen, wenn man wirklich Leute aufs Rad bringen will: Es macht einfach Spaß.  

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