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Die spannendsten Fahrradmuseen in Deutschland

29. Mai 2018

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Fahrradmuseum

Haben Sie schon einmal ein Fahrradmuseum besucht? Wenn nicht, wird’s Zeit. Denn es macht ungemein Spaß zu verfolgen, wie sich das Bike in den 201 Jahren seit der Erfindung durch den Freiherr von Drais entwickelt hat. Fahrrad-Fans glauben nicht typischerweise, dass früher alles besser war. Aber wer in die Vergangenheit seines liebsten Sport- oder Freizeitgeräts guckt, der bekommt so manchen Fahrradtraum präsentiert. Wir haben die fünf schönsten, interessantesten, „interaktivsten“ Fahrradmuseen für Sie herausgesucht.

 

Deutsches Fahrradmuseum Bad Brückenau

Mitten in Deutschland und vielleicht das Schönste überhaupt: Gründer Ivan Sojic sammelt, seit er radeln kann. Seit 2004 ist sein Museum in einer Jugendstilvilla etwa 20 Kilometer südlich von Fulda untergebracht. Vorher konnte er in der Nähe von Regensburg seine Schätze zeigen. Hier gibt’s wirklich so ziemlich alles zu sehen, vom Laufrad von 1820 über das erste Tretkurbelrad 50 Jahre später und den Vorläufern des E-Bikes von 1913 bis hin zur Zukunftsvision. Und nicht nur zu sehen: Ivan Sojic bietet auch Hochradkurse an – wenn man einmal so ein Gefährt gefahren ist, kann man wirklich einschätzen, wie sehr sich das Rad seitdem entwickelt hat. Neben dem Deutschen Fahrradmuseum gibt’s sowohl abwechslungsreiche Landschaft als auch viel Historisches zu erkunden – hinfahren lohnt sich doppelt!

 

Mitmach-Fahrradmuseum: Das Radhaus im Stadtmuseum Einbeck

Auch im Radhaus im Stadtmuseum Einbeck geht’s viel ums selber machen. Hier kann man nach der Museumsbesichtigung historische Fahrräder vom Hochrad bis zum 70er-Klapprad ausprobieren. Außerdem können kleine und große Biker viel über Radtechnik lernen. Ein ganzer Themenraum beleuchtet die Verbindung „Frau und Fahrrad in der Geschichte“. Und auch zum regionalen Rennsport gibt’s jede Menge Exponate und Wissenswertes.

 

Des Teufels Fahrrad – das etwas andere Fahrradmuseum

Für Fans des Kuriosen gibt es Didi Senfts Museum: der Bike-Clown, der vor allem als Tour-de-France-Teufelchen bekannt ist, präsentiert hier seine skurrilen Gefährten und einiges andere. Darunter: Fahrräder von prominenten Sportlern und Politikern, das größte Fahrrad (7,80 Meter lang, 3,70 Meter hoch) und die größte Rikscha der Welt. Hier gibt’s sogar Fahrräder, deren Pedale sich rückwärts drehen und viele andere Dinge, die die Fahrrad-Welt nicht wirklich braucht, aber immer wieder gern sieht. Achtung: eingeschränkte Öffnungszeiten!

 

Platten flicken im Deutschen Museum in München

Fahrradvorhang, Foto: Deutsches Museum

Das berühmte Technikmuseum in München zeigt noch bis zum 22. Juli 2018 die Sonderausstellung „Balanceakte“. Unter den Gesichtspunkten Technik und Wirtschaft, Kultur und Sport, Mobilität und Verkehr sind um die 100 Exponate zusammengestellt. Hierzu gibt’s Führungen, aber auch so praktische Kurse wie einen Workshop „Fahrradschlauch-Flicken für Kinder“. Wer schon mal dort ist, sollte natürlich auch einen Blick in die vielen anderen spannenden Ausstellungen des Deutschen Museums werfen – das lohnt sich für die  ganze Familie …

 

Nicht nur gucken, auch anfassen: Rheinhessisches Fahrradmuseum

Das Rheinhessische Fahrradmuseum in Gau-Algesheim nicht weit von Mainz wirbt damit, dass die 80 ausgestellten Fahrräder auch angefasst werden dürfen. Über die Haptik zum Verständnis für Technik, lautet die Devise. Ein Hochrad darf man besteigen, um sich vorstellen zu können, wie abenteuerlich das Fahren auf den schlanken Giganten der Landstraße ist. Und einige Skurrilitäten aus der Fahrradgeschichte können auch getestet werden. Das Museum ist in einem sanierten Schloss untergebracht, was einen ganz eigenen Charme in die Fahrradgeschichte bringt. Die einzelnen Räume sind thematisch nach Geschichte, Kunst des Fahrradfahrens, Fahrrad im Alltag und ähnliche Bereiche aufgeteilt.

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