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Die optimale Fahrradbeleuchtung – Mehr ist mehr!

30. November 2015

3 Kommentare

Die Fahrradbeleuchtung ist in der dunklen Jahreszeit ein wichtiger Faktor, um Gefahren zu vermeiden. Der Frontstrahler muss mindestens eine Lichtstärke von 10 Lux leisten. Wirklich hell wird es allerdings erst ab 30 Lux. Premium-Scheinwerfer schaffen noch weitaus mehr. Ein Nabendynamo bietet dabei die beste Stromquelle. Ist dieser nicht vorhanden, sind sogenannte Stecklichter sinnig. Wichtig: Die Fahrradbeleuchtung sollte vor dem Einbruch der Dunkelheit gecheckt und gegebenenfalls nachgerüstet werden.

Licht ans Bike: Hellauf begeistert in der dunklen Jahreszeit

Im Herbst und Winter ist es – zumindest gefühlt – meistens ganztägig dunkel. Bei manchem resultiert daraus sogar eine leichte Winterdepression. Dagegen hilft Urlaub in der Sonne. Oder Radfahren, denn Ausdauersport, auch in Maßen, ist bekanntlich ein Stimmungsaufheller, selbst wenn es nur der tägliche Arbeitsweg von fünf Kilometern ist.

Um sich dabei sicher zu fühlen und andere nicht zu gefährden, hilft das richtige Licht. Denn ohne Fahradbeleuchtung fahren, das geht gar nicht. Wer es schon einmal erlebt hat, weiß, dass Dunkelmänner wie aus dem absoluten Nichts plötzlich vor dem eigenen Fahrzeug auftauchen. Hoffentlich klappt es, auszuweichen.

Bei der Fahrradbeleuchtung sind 10 Lux für aktives Sehen zu wenig

Die Fahrradbeleuchtung am PINO: Frontbeleuchtung Axa Pico mit 30 Lux.

PINO mit Frontbeleuchtung Axa Pico mit 30 Lux.

Funzeln mit anfälligen und schwachen Glühbirnchen sind zum Glück Vergangenheit. Heute muss ein Frontstrahler am Bike mindestens eine Lichtstärke von 10 Lux leisten. Das reicht gerade so, um gesehen zu werden. Für aktives Sehen auf der Landstraße ist das zu wenig.

Unser PINO leuchtet standardmäßig mit dem Axa Pico. Der hat 30 Lux. Upgraden kann man das Tandem mit dem Premium-Scheinwerfer aus gleichem Hause mit satten 80 Lux – da erstrahlt auch der Feldweg ohne begleitende Straßenlaternen taghell.

Hinten ist ein möglichst auch zur Seite streuendes Rücklicht nötig. Egal, welchen Lichthersteller man gut findet, Licht aus der Leuchtdiode ist aktuell das sinnvollste: Hohe Ausbeute bei wenig Stromverbrauch. Natürlich ist diese Beleuchtung für praktisch alle Räder nachrüstbar.

Nabendynamos: Unauffällige Kraftlieferanten

Die beste Stromquelle: ein Nabendynamo. An unseren PINO und einigen KETTWIESEL Modellen serienmäßig. Nachrüsten ist relativ kostspielig, da ein komplettes Vorderrad beziehungsweise Einspeichen einer neuen (Dynamo-)Nabe fällig ist. Also lieber beim Kauf darüber nachdenken, ob sich nicht doch gleich ein Leichtläufer mitdrehen sollte.

Akkubeleuchtung: Viel Power aus der Packung

Vor allem für minimalistisch ausgestattete Räder, die sportlich genutzt werden, sind sogenannte Stecklichter sinnig. Sie werden mit Batterien oder Akkus betrieben. Auch hier geht die Leistungsspanne mittlerweile bis satte 100 Lux.

Akkus sind dabei die sinnvollere Version, sie sind nicht nur umweltverträglicher, sondern trotz höherem Kaufpreis ist diese Variante auf Dauer deutlich günstiger. Und man kann das Nachschub-Kaufen getrost vergessen. Alle paar Tage ans Ladegerät hängen, fertig.

Vor allem bei geländegängigen Rädern wie dem KETTWIESEL CROSS ist ein Licht zum Anstecken für viele die erste Wahl. Wer sich für unsere Trikes zum Nachrüsten entscheidet, kann mit dem Universalhalter für den Rahmen den perfekten Licht- und Tachohalter haben. Darauf hält das Licht absolut sicher und ist mit einem Handgriff wieder abgenommen. Am Ottonormalfahrrad wird Stecklicht per Originalhalter einfach am Lenker befestigt. Achtung: Beim Abstellen des Bikes Licht mitnehmen nicht vergessen!

Das bei Neuwagen in Deutschland heute vorgeschriebene Tagfahrlicht gibt es übrigens von einigen Herstellern auch fürs Fahrrad – in den Frontstrahler integriert. Für die dunkle Jahreszeit ein absoluter Sicherheitsgewinn. Wer einen guten Nabendynamo hat, kann aber auch ohne spürbaren Widerstand beim Pedalieren tagsüber mit Licht fahren. Vorschrift ist es am Bike nicht.

Bei allen Diskussionen und Vergleichen zur Lichtstärke: Nicht nur die Lux-Zahl entscheidet! Wichtig ist auch, wie gleichmäßig der Lichtkegel ist. Tipp: Je „unruhiger“ das Bild ist, das ein Licht an eine dunkle Wand wirft, desto schlechter sieht man in der Praxis auf dunklen Wegen damit.

Leuchten ohne Lichtquelle

Reflektierende Speichenschutzscheiben, ergänzend zur Fahrradbeleuchtung, sorgen am TRIX in der dunklen Jahreszeit für mehr Sicherheit.

Reflektierende Speichenschutzscheiben am TRIX sorgen besonders in der dunklen Jahreszeit für mehr Sicherheit.

Licht am Rad ist aber noch nicht alles: Laut Straßenverkehrsordnung müssen auch noch Reflektoren nach vorn (weiß) und hinten (rot) vorhanden sein. Oft sind sie in Front- und Rückstrahler schon integriert. Außerdem muss auch seitlich auf die Räder aufstrahlendes Licht reflektiert werden. Die aktuellen Vorschriften für die Fahrradbeleuchtung hat der ADFC hier gut zusammengefasst.

Statt den üblichen Speichenreflektoren akzeptiert das Gesetz auch Reflektorstreifen an den Seitenwänden der Reifen. Mehr Reflektoren – mehr Sichtbarkeit. Schon gewusst? Die seitlichen Zierstreifen unserer komfortablen PINO und KETTWIESEL Liegesitzen etwa sind Reflektor-Paspeln. Und unsere Speichenschutzscheiben an Trets und Trix reflektieren natürlich auch.

 

Fahrradbeleuchtung ist auch Kopfsache

Fahrradbeleuchtung_Helmlicht

Das Helmlicht ist als zusätzliche Beleuchtung sinnvoll.

Helmnutzer haben es einfach: Viele Kopfschützer – und nicht nur solche für die Stadt – sind hinten mit kleinen roten Leuchten ausgestattet, die man per Fingertipp einschaltet. Die kleinen Knopfbatterien halten auch bei Arbeitspendlern oft einen ganzen Winter. Als Haupt-Rücklicht sind die Leuchten weder zugelassen noch ausreichend, aber als zusätzliche Beleuchtung sinnvoll.

Immer mehr Pendler sieht man mit – als Zusatzlicht erlaubten – Stirnlampen. Sie haben den Vorteil, dass sie dorthin leuchten, wo man gerade hinsieht. Als alleinige Fahrradbeleuchtung sind sie allerdings nicht zugelassen.
Ganz wichtig: Verboten ist blinkendes Licht als Hauptlicht am Fahrrad, egal ob vorn oder hinten. Ein hell blinkender Frontstrahler kann nicht nur irritieren und ablenken, er kann bei empfänglichen Menschen Kopfschmerzen oder epileptische Anfälle auslösen.

Reflektoren zum Anziehen

Wer reflektiert, wird besser gesehen! Besonders in der Innenstadt, wo Gebäudebeleuchtungen und Leuchtreklamen ablenken, sind zusätzliche Lichteffekte wünschenswert. Wer sich eine neue Winterjacke oder Umhängetasche fürs Radfahren kauft, sollte auf Reflektoren achten. Bei dem HASE BIKE ROLLER BAG für unsere Trikes ist man hier ohnehin auf Nummer sicher.

Die knalligen Zurückstrahler müssen gar nicht grell aussehen: Viele Sportbekleidungshersteller bauen heute reflektierende Paspeln oder Logos in ihre Produkte ein, die bei Tageslicht praktisch unsichtbar sind. Es geht also schick und sicher. Sichtbarkeit unterstützt man natürlich auch mit der klassischen, stilistisch nicht unumstrittenen Radler-Sicherheitsweste. Ob sie den eigenen Geschmacksvorgaben genügt, muss jeder für sich entscheiden.

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3 Kommentare

  • Antworten Eduard J. Belser 7. Dezember 2015 at 11:11

    Ein wichtiger Punkt fehlt in diesem Blogbeitrag, die z.B. in der Schweiz vorgeschriebenen Reflektoren an den Pedalen. Da hat allerdings kein Liegeradhersteller etwas zu bieten, weil die Hersteller von Fahrradzubehör keine Pedalen mit Reflektore in einer für Liegeräder richtigen Stellung anbieten. Ich gehöre zu den Klickpedalen-Verweigerer, aber die serienmässig an meinem HP Gekko fx verbauten, billigen Bärentatzenpedalen waren mir zuwenig abrutschtsicher. Ich habe mit den griffigen, hochwertigen Shimano PD-MX80 Saint-Pedal aus dem Montainbikebereich eine für mich perfekte Lösung gefunden. Diese Pedalen sind allerdings ab Stange nicht mit Reflektoren ausgerüstet. Es gibt aber einen Nachrüstsatz mit vier Reflektoren, aber leider nur für konventionelle Fahrräder. Dieser kostet bei VeloPlus CHF 18.90. Das müsste einem die Sicherheit eigentlich wert sein. Es müsste doch möglich sein, dass Shimano einen Nachrüstsatz mit um ca. 90 ° gedrehte Reflektoren für Liegeräder anbieten würde. HaseBikes verfügt ja bei Shimano über die allerbesten Beziehungen zum obersten Chef selbst und könnte da für die ganze Liegeradbranche etwas bewirken.

    PS: Ich fahre auch tagsüber mit dem Licht einer LED-Beleuchtung von B&M mit Tag-/Nachtfahr-Automatik gespiesen von einem SON-Nabendynamo. Für den Anhänger habe ich mir ein zusätzliches Akku-Rücklicht von B&M gekauft. Die Räder habe ich mit Speichenreflektoren nachgerüstet. Bei Dunkelheit trage ich eine gelbe Jacke bzw. einen gelben Faserpelzpullover mit Reflektorstreifen. Auch ein Warnwimpel ist immer aufgesteckt. Sicherheit durch Sichtbarkeit ist oberstes Gebot!

  • Antworten Heiko Weise 20. Dezember 2015 at 14:03

    Pedalreflektoren an Liegerädern sind völlig sinnfrei und überflüssig. Sie werden von hinten und vorne nicht angeleuchtet, weil der Körper und die Beine die Strahlung abschirmen. Was soll da zurück reflektieren? Mach lieber eine LED-Lichterkette ans Rad. Es ist bald Weihnachten.

    • Antworten Dome 25. August 2017 at 16:47

      Naja, an den Pedalen sind die Reflektoren schon leicht überflüssig. Aber wenn es um die Sicherheit geht würde ich die Reflektoren eben da befestigen wo Sie auch gesehen werden.

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