Velo Lifestyle, Verkehr & Mobilität

Fahrrad und Kindertransport Teil II: PINOS und multifunktionale Taxis

24. April 2015

7 Kommentare

PINO Cargobike

 

Sie sind im Trend – vor allem in den Großstädten. Kein Wunder: Lastenräder sind sauberer und wirtschaftlicher als Autos, sie sorgen für mehr Spaß in der City und für höhere Lebensqualität. In Zeiten, in denen selbst das Weltwirtschaftsinstitut den Verkehrskollaps voraussagt, eine grandiose Alternative – vor allem weil etliche Bikes flexibel sind, was die Fracht angeht: Viele Cargobikes erlauben auch den Kindertransport – meist auf eine von diesen zwei Arten:

Bei Rädern mit Frontkisten oder -ladefläche gibt es oft die Möglichkeit, darin Kindersitze zu befestigen. Ihr Vorteil: Das Kind ist in Sicht- und Hörweite. Allerdings sind diese Räder im Stadtbetrieb manchmal etwas sperrig und eher behäbig zu fahren.

Die Longtails, also Bikes mit verlängertem Hinterbau und entsprechend vergrößertem Gepäckträger, nehmen häufig einen zweiten Kindersitz auf. Vorteil: die hohe Flexibilität durch das modulare System Frachttransport/Kindertransport. Die Nachteile, die der klassische Kindersitz und der Anbau am Heck mit sich bringen, bleiben natürlich dieselben.

HASE BIKES PINO: noch mehr Multitalent

Der Kindertransport ist in der Standardversion des PINO mit Option Kindertretlager quasi schon integriert. Das Schöne daran: Die Kids steuern, ab etwa einem Meter Körpergröße, selbst Energie für ihren Transport bei. Teil des Teams zu sein macht ihnen noch mehr Spaß als „nur“ gefahren werden, die Panorama-Aussicht auf dem Liegesitz des Tandems ist ein zusätzliches Schmankerl. Dazu kommt, dass Papa oder Mama direkten Kontakt mit dem Sprössling haben, das Unterhalten klappt in Zimmerlautstärke, und nebenher mal den Helmsitz kontrollieren ist durch die kompakte Stufenstruktur des PINO auch kein Problem. Noch ein grundlegender Unterschied zu einfachen Lastenrädern: Das PINO kann mit und ohne Kindertretlager genutzt werden – heute als Eltern-Kind-Teamrad, morgen als normales Tandem für Große oder fast schon Große. Oder eben als Lastenrad mit der Ausstattung PORTER BAG und/oder PORTER RACK (unter dem Liegesitz). Oben rein passen 80 bis unglaubliche 120 Liter Volumen und 40 Kilogramm Gewicht – das ist schon ein ausgewachsener Familien-Wocheneinkauf. Das untere PORTER RACK, für das es auch eine taschenartige Regenschutzverkleidung gibt, kann nochmals 40 Kilogramm aufnehmen – dank des tiefen Schwerpunkts läuft das PINO damit nach wie vor wie auf Schienen.

Auch wenn unser PINO als Eltern-Kind- oder normales Paar-Tandem genutzt wird, bleibt die Lastenradfunktion mit dem unteren RACK erhalten. Zu zweit mit dem optimalen Tandem unterwegs sein und trotzdem richtig viel Gepäck mitnehmen? Kein Problem! Das gilt für viel Reisegepäck auf großer Tour genauso wie für Grillutensilien und Camping-Zubehör für den Abend am Stadtrand. Noch ein Mehrwert: Das PORTER RACK hat einen sehr breiten, absolut wackelfesten Ständer. Damit lässt sich das Rad sicher beladen – auch mit Kids, die dann noch ein bisschen im Sitz herumturnen, bevor es losgeht …

Ein Zweibeinständer ist übrigens auch separat zu haben. Wer sich also für ein PINO als Familientaxi ohne Lastenrad-Ambitionen oder mit dem klassischen Lowrider für Packtaschen entscheidet, kann trotzdem Fracht jeder Couleur sicher aufladen – und abstellen.

Das PINO ist die geniale Synthese von Kindertransporter und Lastenrad mit allen Vorteilen – und dem Vorteil, noch viel mehr zu können.

 

Diese Beiträge könnten Ihnen auch gefallen

7 Kommentare

  • Antworten Eduard J. Belser 30. April 2015 at 11:57

    Die Multifunktionalität des Pinos ist tatsächlich bestechend und wurde mit sehr vielen Innovationen auf die Spitze getrieben. Was jetzt noch fehlt ist eine gute Schaltung, die sich mit einem Hinterradnabenmotor kombinieren lässt. Kettenschaltungen, die sich im Stand nicht herunterschalten lassen sind gerade an einem Lastfahrrad untauglich. Derzeit führt hier kein Weg an der Pinion-Tretlagerschaltung vorbei. Diese verlangt aber nach einem eigens dafür konstruierten Rahmen, ein nachträgliches Umrüsten ist nicht möglich. Hingegen wäre es möglich einen Rahmen für die Pinion-Schaltung zu bauen und diesen mit zwei billigen, einfachen Passteilen, die an Stelle der Pinionschaltung eingeschraubt würden, auch für ein konventionelles Tretlager zu nutzen. Ich frage mich, weshalb bisher noch niemand auf diese Idee gekommen ist. Vielleicht setzt HaseBikes das um und hat einmal mehr die Nase vorne.

    • Antworten HASE BIKES Blogger 15. Mai 2015 at 12:45

      Hallo Eduard! Es spricht nichts dagegen den Motor im Vorderrad zu montieren. So kann in Hinterrad die Rohloff Schaltung verwendet werden. Diese kann auch im Stand geschaltet werden. Viele Grüße

  • Antworten egbert Sche 12. Juni 2015 at 16:59

    Schön wäre es, wenn nicht nur der Fahrer bremsen könnte (hintere sitzende Person mit Lenkrad), sondern auch die vordere Person in Liegeposition bremsen könnte.
    Zum Beispiel könnte man unsichere Anfänger sinnvoll in die verantwortungsvolle Position in Gefahrensituationen unterstützen.

    • Antworten HASE BIKES Blogger 17. Juni 2015 at 12:20

      Hallo Egbert,
      die Anfrage haben wir ab und zu mal. Wir selber wollen eine solche Lösung nicht anbieten. Wir sind der Meinung, dass alle Steuerelemente (Lenken, Bremsen, Schalten) in die Hand einer Person gehören, da diese zwingen koordiniert werden müssen. Aber trotzdem vielen Dank für deine Anregung!
      Viele Grüße aus Waltrop

  • Antworten Fahrrad und Kindertransport Teil I: Auf zwei Rädern oder im Schlepp? 24. März 2016 at 13:56

    […] Aber es gibt ja noch andere interessante Möglichkeiten, Kinder zu transportieren. Tipps dazu im zweiten Teil. […]

  • Antworten Amie 11. Mai 2017 at 11:28

    Um die Zeit, bis das Kind groß genug ist zum selber treten überbrücken zu können, frage ich mich ob es eine Möglichkeit gibt einen Isofix Kindersitz (z.B. auch Babyschale) auf dem Pino vordersitz zu befestigen.

    • Antworten HASE BIKES Team 16. Mai 2017 at 8:50

      Hallo Amie,
      nein, diese Möglichkeit gibt es leider nicht. Da musst du warten, bis das Kind groß genug ist, um sich selbst festzuhalten.
      Viele Grüße
      dein HASE BIKES Team

    Antworten

    *