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Kindertransport per Fahrrad (Teil I): Kindersitz oder Kindertrailer?

5. April 2016

4 Kommentare

Um Kinder von A nach B zu transportieren, benötigt es in der Regel kein Auto. Denn es gibt heute praktische Lösungen per Fahrrad, die viele Vorteile mit sich bringen. Neben der Zeitersparnis, ist es auch gesund und umweltfreundlich, wenn die Kleinen mit dem Fahrrad transportiert werden. Je nach Art des „Kindertaxis“ und seinem Einsatzbereich sorgt es außerdem für viel größeren Spaß, da die Kleinen mit den Großen zusammen unterwegs sind.

Die gesetzlichen Fakten

  • Kinder, die bis zu sechs Jahre alt sind, dürfen auf Fahrrädern bzw. Pedelecs oder in Fahrradanhängern mitgenommen werden. Für Kinder mit Behinderung gilt die Altersbegrenzung nicht.
  • Es muss ein spezieller Sitz mit Gurtsystem vorhanden sein – so viel zur „Nur-mal-schnell“-Beförderung auf dem Gepäckträger.
  • Der Aufbau des Transportsystems muss dafür sorgen, dass die Füße der Kleinen nicht in die Speichen gelangen.
  • Der Kindertaxifahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein.

Die klassische Lösung: der Kindersitz

Um die lieben Kleinen mit dem Fahrrad zu transportieren, nutzen Eltern häufig einen Kindersitz. Kindersitze – ob vorne oder hinten – sind einfache und günstigste Lösungen für den Kindertransport per Fahrrad und eignen sich vor allem für kurze Strecken zum Spielplatz oder Kindergarten. Die klassische über dem Gepäckträger angebrachte Variante ist inklusive Halterung bereits für um die 100 Euro zu bekommen. Kindersitze nehmen im Vergleich zum Anhänger wesentlich weniger Platz ein. Die Wendigkeit im Straßenverkehr bleibt daher erhalten und auch das Abstellen bleibt unproblematisch. Bekannte Marken sind Britax-Römer oder Hamax.

Wer Mama oder Papa schon einmal mit Nachwuchs im Sitz über Kopfsteinpflaster hat fahren sehen, weiß, dass ein Kindersitz nicht immer die komfortabelste Lösung ist. Denn das Kind hat nach vorne kaum Platz – manchmal ist es sogar hinter einem Rucksack eingeklemmt. Ein zusätzlicher Einkauf ist also nicht gut zu verstauen. Und bei Rädern mit Oberrohr („Herrenräder“) ist das Auf- und Absteigen ziemlich schwierig. Am wichtigsten ist allerdings der Sicherheitsaspekt: Kindersitze bieten weniger Schutz als Kinderanhänger. Möglicherweise fällt der Nachwuchs aus großer Höhe auf den Asphalt. Daher darf das Kind auch nie im Kindersitz stehen gelassen werden. Es besteht trotz eines sicheren Fahrradständers, die Gefahr umzukippen.

Wichtig beim Kindersitzkauf

  • Ein verstellbares Rückenteil macht den Sitz komfortabler und verhindert, dass der Kopf beim Schlafen nach vorne kippt.
  • Die Fußschlaufen sollten einfach bedienbar, aber robust sein.
  • Ein stabiler Zweibeinständer sichert das Fahrrad im Stehen ab.
  • Auf das zulässige Gesamtgewicht des Fahrrads achten, im Zweifel den Händler fragen.
  • Der Händler sollte den Kindersitz auch montieren – aus Sicherheitsgründen.

Alternative: Kinderanhänger – höherer Komfort, besonders bei längeren Touren

Kindertransport per Fahrrad - Kindertrailer

Anhänger gibt’s für ein oder zwei Kids. Mit Babyschale können auch ganz kleine Passagiere befördert werden.

Für den Anhang ist der Kinderanhänger eine komfortablere Lösung als der Kindersitz. Spielen, schlafen oder Radau machen – alles ist drin, und der Einkauf, Sandspielzeug oder Laufrad kommen meist auch noch unter.

Die menschliche Zugmaschine muss sich beim Fahren allerdings umstellen. Denn das Gespann benötigt mehr Platz an Engstellen und hat andere Kurvenradien. Außerdem kann Stop-and-go-Betrieb in der City in der Eingewöhnungszeit anstrengen – zusätzliche Masse muss immer wieder in Bewegung gesetzt werden. Wer es komfortabler will, kombiniert ein Fahrrad mit Elektroantrieb.

Vor allem für längere, ruhige Touren oder Reisen ist ein Kinderanhänger deutlich besser geeignet als ein einfacher Kindersitz, weil das Kind mehr Bewegungsfreiheit hat. Längere Warte- oder Fahrzeiten nutzt der kleine Passagier erfahrungsgemäß auch gerne für ein Nickerchen. Anders als beim Kindersitz, muss man beim Reinsetzen nicht auf festen Stand des Rads achten, und der Hänger lässt sich auch abgekuppelt beladen.

Ausstattung: Anhänger gibt’s für ein oder zwei Kids. Mit dem passenden Zubehör lassen sich die meisten Anhänger auch zum Buggy oder Jogger umbauen. Und mit Babyschale können bereits ganz kleine Passagiere befördert werden. Bekannte Marken sind Croozer und Thule.

TRETS mit Traileroption: Dreirad, Anhänger und Buggy zugleich

Eine besonders flexible Form des Kindertransportes bietet unser TRETS mit Traileroption: Es ist einerseits ein Dreirad auf dem die Kids ganz selbstständig fahren können. Geht irgendwann die Puste aus, lässt sich das Trets einfach umbauen und als Anhänger an das Fahrrad des Erwachsenen hängen. Hier können sie trotzdem mitpedalieren so lange sie wollen. Sie haben ihre eigene Gangschaltung und bestimmen damit, wie schnell und kräftig sie treten. Dank des ergonomischen Sitzes inklusive Kopfstütze und Gurt und der Pedalhaken können sie aber genauso dösen wie im schlichten Hänger. Bloß: Mittreten macht den Kleinen meist sehr viel mehr Spaß, schließlich wird so erst aus einem Gespann ein Tandem mit zweifachem Vortrieb!

Der Kindertransport per Fahrrad funktionert mit dem TRETS perfekt.

Das TRETS hat eine Buggy-Option, ist also Kinderwagen, Trike und Trailer in einem.

Nicht zu vergessen: Das TRETS hat auch noch eine Buggy-Option, ist also Kinderwagen, Trike und Trailer  zum Mittreten in einem! Es ist an jedes hängertaugliche Rad und alle HASE BIKES-Räder ankuppelbar.

Wichtig beim Hängerkauf: Ist das Rad Anhänger-geeignet? Einige vollgefederte Fahrräder dürfen nicht ziehen – im Zweifel den Händler fragen. Robuste Qualitätsprodukte kaufen – hier geht’s um die Sicherheit des Nachwuchses! Ein zuverlässiges Gurtsystem, Schutzbleche, bei großen Hängern auch die Faltbarkeit sind Kaufkriterien. Dasselbe gilt für eine spielfreie Kupplung. Unbedingt mit dem eigenen Rad zur „Hänger-Anprobe“ kommen. Und, falls benötigt, auch die Babyschale zur Anpassung mitbringen. Wer ein TRETS kauft, kann natürlich sicher sein, dass die angegebenen Punkte wirklich passen.

Aber es gibt ja noch andere interessante Möglichkeiten, Kinder zu transportieren. Tipps dazu im zweiten Teil.

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4 Kommentare

  • Antworten Bianka 6. Juli 2015 at 14:17

    Liebes Hasebikes-Team,
    Wir haben vor wenigen Wochen einen Trets Trailer gebraucht gekauft für unseren 3 1/2 jährigen Sohn. Wir benutzen es im Alltag jeden Tag auf dem Weg von zu Hause zum Kindergarten und freuen uns schon sehr auf den kommenen Urlaub. Im letzten Jahr sind wir mit unserem Sohn im Anhänger die Nordseeküste runtergefahren…er war abends total fit, weil er geschlafen hat zwischen drin und wir nicht mehr ganz so frisch…das wird dieses Jahr besser! Unser Sohn ist sehr stolz auf sein „Tretefahrrad“.
    Nun zu meiner Frage:
    Auf dem Bild oben hat der Trets Trailer einen Regenschutz. So einen hätten wir auch gerne noch. Ist es möglich solch einen Regenschutz zu kaufen???

    Vielen Dank!!

    • Antworten HASE BIKES Team 7. Juli 2015 at 9:45

      Hallo Bianka,
      vielen Dank für deine Anfrage. Leider wurde der Regenschutz nicht gekauft, daher haben wir ihn aus dem Programm genommen. Es gibt also nur noch die Möglichkeit an einen gebrauchten Regenschutz zu kommen. Vielleicht stellst du eine Anfrage mal in unser Forum.
      Viele Grüße!

  • Antworten Stefan 28. Dezember 2016 at 19:01

    Hallo ,ich wollte mal einfach sagen das mir euere Seite sehr gut gefällt !! Es sind gute Artikel und Themen drauf und dafür Daumen hoch 🙂

    Gruß Stefan

    • Antworten HASE BIKES Team 11. Januar 2017 at 17:28

      Hallo Stefan,
      vielen Dank für dein Lob. Es freut uns das zu hören.
      Viele Grüße
      dein Hase Bikes Team

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