Verkehr & Mobilität

Summer in the City – entspannt radfahren in der Stadt.

25. Mai 2015

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Tipps Fahrradfahren Stadt

Stadtleben hat Hochkonjunktur. Und auch wenn wir im letzten Post gezeigt haben, dass nicht alle Städte wirklich schon auf dem direkten Weg zur Fahrradfreundlichkeit sind: Urban Biking ist heute richtig angesagt. Gut so. Wer aber erst vor Kurzem auf ein Bike, Trike oder Tandem gestiegen oder bislang nur Touren gefahren ist, ist oft unsicher, was das Fahren in der Stadt angeht. Unsere Tipps helfen dabei, auch in der Stadt sicher und mit Spaß unterwegs zu sein.

– Wichtig: im Verkehr eindeutig und berechenbar verhalten! Also beispielsweise nicht Linksabbiegen anzeigen und dann rechts anhalten, um – weil vermeintlich sicherer – dann doch über die Straße zu schieben. Oder die Lücken zwischen den am Fahrrand parkenden Autos als Slalomstrecke verwenden.

– Hört sich banal an, ist es aber nicht: beim Kreuzen der Straße oder Einreihen in den rollenden Verkehr besser einmal genau schauen, ob frei ist, als zweimal nur halb aus den Augenwinkeln.

– Das gilt auch für den eigenen Blick nach hinten beim Spurwechsel oder Abbiegen. Gerade am Trike ist ein Spiegel am Lenker zwar absolut empfehlenswert, in diesen Situationen sollte man aber auf Nummer sicher gehen: Schulterblick ist hier selbstverständlich – auf jedem Rad.

– Ich hör nix, also kommt keiner? Nicht nur Stromer fahren heute oft sehr leise, es gibt außerdem genügend schnelle Biker und Triker wie dich, die lautlos unterwegs sind. Auch an ruhigen Kreuzungen in Wohnvierteln unbedingt gucken, statt nur zu lauschen.

– Handzeichen geben ist nicht uncool: Auch du freust dich, wenn du genau weißt, was dein Vordermann vorhat.

– Abstand halten: Zum Vordermann, aber vor allem seitlich zum Bordstein oder zu parkenden Autos. Auch wenn Autofahrer das nicht schön finden: Ein Meter Seitenabstand hilft, plötzlich unerwarteten Gefahren auszuweichen. Übrigens: Wenn ein Autofahrer unvorsichtig die Türe öffnet, hat ein Radfahrer, der dadurch in einen Unfall verwickelt wird, zumindest Teilschuld! Deshalb empfiehlt auch der Gesetzgeber einen seitlichen Sicherheitsabstand von über einem Meter.

– Toter Winkel? Der Ausdruck sagt alles: vermeiden! Also vor allem nicht ohne Blickkontakt an der Kreuzung rechts von Fahrzeugen aufstellen – egal ob sie blinken oder nicht.

– Klaro: Das Licht muss immer tipptopp in Ordnung sein. Wer öfter mal über Frontstrahler und Heckleuchte wischt, sieht noch mehr und wird besser gesehen. Übrigens: Untersuchungen haben gezeigt, dass eine moderne, lichtstarke Frontbeleuchtung dem Biker bei Autofahrern Respekt verschafft. Sie halten beim Vorbeifahren (zum Beispiel in freigegebenen Einbahnstraßen) mehr Abstand und respektieren an Kreuzungen eher die Vorfahrt des Bikers.

– Musik hören auf dem Rad ist erlaubt, solange die Lautstärke nicht verhindert, dass die Umgebung ausreichend wahrgenommen wird. Sicherer ist ohne.

– Auf Radwegen fahren, wenn sie mit einem blauen Radweg-Schild gekennzeichnet sind (zeigt die Benutzungspflicht an) – außer, sie sind vereist, zugeschneit oder aus einem anderen Grund nicht befahrbar.

– In der Ruhe liegt die Kraft! Nicht von der Hektik anderer – vor allem die der Autofahrer – anstecken lassen.

– Blickkontakt hilft immer weiter; insbesondere in brenzligen Situationen nicht darauf bauen, dass der andere dich sowieso durchlässt! Gucken, ob er dich überhaupt wahrgenommen hat.

– Nebeneinander fahren ist dann und nur dann verboten, wenn der Verkehr behindert wird.

– Egal ob mit Bike oder Trike: Der Gehweg ist absolut tabu. Wer als vollwertiger Verkehrsteilnehmer behandelt werden will, der sollte sich auch so benehmen. Auf frischer Fahrt ertappt, ist die Polizei übrigens auch nicht zimperlich beim Abkassieren.

– Telefonieren? Nur mit Headset! Fast jeder kennt gefährliche Situationen, in denen telefonierende Autofahrer aus Unachtsamkeit Radfahrer „übersehen“. Warum sollte das anders sein, wenn man das Steuer gegen den Lenker tauscht? Hier ist eine Gefahrenbremsung sogar schwieriger, schließlich braucht man dazu beide Hände am Lenker.

– Der Flow bringt den Spaß und schont die Kräfte: Lass dich ausrollen, wenn du eine rote Ampel vor dir hast. Vielleicht wechselt sie auf Grün, bevor du sie erreicht hast, und es ist kein neuer Antritt nötig. Fahr lieber gleichmäßig zügig als mit vielen Beschleunigungs- und Bremsmanövern – wer sich das angewöhnt, spart Kraft, vermeidet Stress und gewinnt Spaß. Bike-Kurieren kann man das häufig abgucken. Aber bitte nicht alles nachmachen, was die sonst noch machen …

– Nicht die kürzesten Routen sind die besten, sondern die entspanntesten! Lieber einen Umweg über die Radroute am Fluss nehmen, als sich wegen 500 Meter Abkürzung durch die City quälen. Ampeln und Kreuzungen sind die wahren Spaß- und Zeitkiller!

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