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Der richtige Luftdruck macht den Unterschied: Pralle Fahrradreifen rollen besser

25. September 2015

2 Kommentare

Je besser der Fahrradreifen aufgepumt ist, desto weniger Rollwiderstand bietet er. Entsprechend flotter geht’s voran. Viele Radler staunen, wie leicht ihr Rad rollt, wenn sie mit dem richtigen Luftdruck unterwegs sind. Wenig Luft lässt den Reifen zwar tendenziell mehr federn, verringert aber die Fahrsicherheit: Das Zweirad fühlt sich – vor allem in der Kurve – instabil an.

Bei Trike wie Bike steigt mit abnehmendem Luftdruck außerdem die Gefahr, einen Plattfuß zu bekommen. Beim Überfahren von Bodenwellen kann die Felge durchschlagen und der Schlauch wird eingeklemmt. Dabei bekommt er zwei nebeneinander liegende Löcher: den sogenannten Snake Bite. Aber auch ohne dieses „durchschlagende Argument“ gilt: Der richtige Luftdruck schützt den Reifen vor vorzeitigem Altern. Wer sein Velo regelmäßig aufpumpt, tut also nicht nur sich selbst, sondern auch dem Fahrrad Gutes.

Wie viel Luftdruck bei PINO und KETTWIESEL?

Beim Liegerad KETTWIESEL sollte hinten ein Luftdruck von zwei bis drei Bar herrschen.

Trike KETTWIESEL

Wie viel Luftdruck ein Reifen braucht, hängt von mehreren Faktoren ab. Generell benötigen breite Reifen weniger Druck als schmale. Moderne Mountainbikereifen kommen mit zwei Bar oder sogar weniger aus, Rennräder benötigen sieben bis acht Bar. Auch Fahrergewicht und Zuladung spielen eine Rolle: Je schwerer das Gesamtsystem Fahrrad, desto höher muss der Druck sein.

Während bei unserem Tandem PINO vorn wie hinten fünf Bar angebracht sind, gelten beim Liegerad KETTWIESEL andere Werte – immerhin verteilt sich das Systemgewicht auf drei Räder. Abhängig von der Breite der Reifen sollte hinten ein Druck von zwei (bei Big Apple beziehungsweise anderen Breitreifen) bis drei Bar herrschen. Vorne reichen – wegen des geringeren Gewichts an der Vorderachse – zwei Bar auch in schmalen Reifen aus. Bei gefederten Modellen kann hinten ein Bar mehr drauf, denn dort sind die Reifen nicht für den Federungskomfort verantwortlich.

Manometer prüft den Luftdruck

Standluftpumpe mit Manometer: Ein echtes Must-Have für Biker.

Manometer, ist das einfach!

Luftdruckkontrolle mit Daumen und Zeigefinger ist keine Methode, sondern eher Wahrsagen. Deshalb ist die Standluftpumpe mit Manometer ein echtes Must-Have für Biker und Triker. Auch, weil Reifen zu prall sein können. Dann wird der kleinste Radweg-Bordstein gefühlt zum Schlagloch und der Reifen hält unter dieser Belastung deutlich kürzer.

Wie viel Druck der Pneu genau verträgt, zeigt der Maximalwert an der Reifenflanke; manchmal ist dort auch ein Minimalwert angegeben. Meist reicht es aus, alle zwei Wochen zu kontrollieren und gegebenenfalls nachzupumpen.

Übrigens: Das klappt mit einer guten Standpumpe ganz flott und ohne Quälerei!

Ventilrädchen

Sclaverand-Ventil, auch Französisches Ventil oder Rennrad-Ventil genannt.

Eines für alle: Das Ventil

An den PINO und allen KETTWIESEL verbauen wir heute das Sclaverand-Ventil, auch Französisches Ventil oder Rennrad-Ventil genannt. Sein Vorteil: Es hält den Druck besser als das klassische Dunlop-Fahrradventil und passt in jeden Pumpenkopf.

Lediglich für den Druckluft-Automaten an der Tankstelle benötigen Sie einen Adapter. Den gibt’s für ein paar Cent beim Fahrradhändler. Ansonsten gilt: Die kleine Rändelmutter am Ventil eine Umdrehung öffnen, Pumpkopf draufstecken, lospumpen – und sich darauf freuen, wie leicht das Rad gleich wieder läuft …

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2 Kommentare

  • Antworten Frühjahrs-Check fürs Fahrrad: Sorglos in den Frühling starten 13. April 2016 at 16:07

    […] Reifen aufpumpen – am besten per Standpumpe mit Manometer. Trekking- oder Citybikereifen mit bis zu 1,75 Zoll (circa 47 Millimeter Breite) sollen um die vier Bar Druck haben, schmale Rennradbereifung darf das Doppelte aufweisen, während breitere MTB-Bereifung oder Ballonreifen auch mit etwa zwei Bar auskommen. […]

  • Antworten Radlerin 6. August 2017 at 13:13

    „Manometer, ist das einfach!“ Haha da musste ich wirklich kurz schmunzeln 🙂 Aber im Ernst, vielen Dank für die tolle Erklärung. Auch die vielen Unterschiedlichen Bezeichnungen des Französischen Ventils waren mir vorher nicht bewusst.

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