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Delta-Trike: Das Dreirad-Konzept von Hase Bikes

18. Mai 2017

4 Kommentare

Delta-Trike und Tadpole-Trike? Ein Trike ist ein Trike. Naja, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Es gibt zwei verschiedene Dreirad-Typen. Wir erklären den Unterschied zwischen Delta-Trike und Tadpole-Trike und warum HASE Bikes nur Trikes nach dem Delta-Prinzip baut.

Tadpole-Trike und Delta-Trike

Dreiräder sind Dreiräder. Ja, aber!

Grundsätzlich kann man Trikes nach zwei Konzepten bauen:

vorne zwei Räder, hinten eines. Oder vorn eines und hinten zwei – was wir bei HASE BIKES zu unserem Trike-Standard gemacht haben.

Das Delta-Trike – vom griechischen Buchstaben Δ (Delta) – wird mit einem Rad vorn gebaut. So wie unsere KETTWIESEL– und LEPUS-Trikes. Das Tadpole (engl.: Kaulquappe) ist die andere Dreirad-Variante. Zwei Räder vorne und eines hinten. Durch seine Form erinnert es eine Kaulquappe, wodurch es seinen Namen bekam.

Nun denken viele: Dreirad ist Dreirad. Das ist aber nicht so. Klar, der Antrieb ist bei Fahrrädern immer hinten. Das hat damit zu tun, dass ein angetriebenes Vorderrad weniger Traktion hätte, besonders bei Steigungen und schlechtem Untergrund. Auch hat es einen technischen Aspekt: Es wäre kompliziert, Lenkung und Antrieb gemeinsam am Vorderrad zu installieren. Einfacher ist es, den Antrieb auf die Hinterachse zu legen. Die Voraussetzung „Lenkung vorne und Antrieb hinten“ gilt also der Einfachheit halber für alle Trikes.

Sichere Fahreigenschaften kann man auf jeden Fall mit beiden Radtypen erreichen. Trotzdem unterscheiden sich die beiden Dreirad-Konzepte.

Delta-Trike

Das Scorpion von HP Velotechnik ist ein klassisches Tadpole-Trike. Foto: www.hpvelotechnik.com

Vorteile Tadpole-Trike:

Durch die Konstrunktion bietet das Tadpole einige Vorteile. So kann der Fahrersitz sehr tief in Bodennähe liegen. Dieser tiefe Schwerpunkt unterstützt die gute Straßenlage und verringert das Risiko in Kurven zu kippen. Auch ein E-Antrieb kann problemlos installiert werden. Ein Nabenmotor kann im Hinterrad integriert werden. Und auch die Gepäckmitnahme wie bei einem Zweirad ist problemlos möglich: Ein Standard-Gepäckträger sowie eine Anhängerkupplung können angebracht werden.

Dem gegenüber steht allerdings ein großer Nachteil des Tadpoles: Vor allem auf unbefestigten Straßen verliert das einzelne Hinterrad schnell an Traktion. Insbesondere, wenn ein E-Motor für zusätzlichen Schub sorgt. Trotz des tiefen Schwerpunkt des Fahrers leidet der Fahrkomfort und Fahrspaß beträchtlich.

Delta-Trike

Kippsicher um die Kurve auf dem Delta-Trike – auch mit zusätzlichem Gepäck wie dem praktischen Roller Bag

Vorteile Delta-Trike

Werfen wir nun einen Blick auf die Vorteile des Delta-Trike.

Da der Delta-Triker fast direkt über den zwei Hinterrädern sitzt, hat er auch bei mehr Sitzhöhe eine sichere Straßenlage. Das ist für Kurvenfans genauso wichtig wie für Menschen, die unsere Trikes als Mobilitätsmittel nutzen.

Hinzu kommt, dass durch eine höhere Sitzposition die Übersicht verbessert. Vor allem natürlich in der City. Denn Sicherheit geht vor.

Das Risiko zu Kippen wird sogar noch geringer, wenn man mit dem HASE BIKES ROLLER BAG unterwegs ist. Damit hat man satte 50 Liter Packvolumen. Den Nachteil „keine Standard-Gepäcktasche“ haben wir dem Delta-Trike also mit unserer individuellen Lösung ausgetrieben.

Durch das einzelne Vorderrad kann man quasi auf dem Pizza-Teller wenden. Durch die komplexe Vorderradaufhängung für zwei Räder tut sich das Tadpole da deutlich schwerer. Bei flotter Fahrt ist es auch weniger wendig. Der Shimano-Steps-Mittelmotor, den wir für alle Modelle anbieten, ist derzeit einer der besten Antriebe auf dem Markt. Wer braucht da einen Hinterrad-Nabenmotor?

Dank des Differenzialgetriebes sind unsere Delta-Dreiräder an der Steigung und im Gelände nahezu unschlagbar.

Delta-Trike

Einfaches Auf- und Absteigen auf dem Delta-Trike.

Etwas ganz Grundlegendes noch. Selbst das Aufsteigen ist bei einem Delta-Trike einfacher und sicherer. Man muss sich einfach nur auf den Sitz setzen wie bei einem Stuhl. Aus dieser sicheren Sitzposition hebt man das Bein über den Rahmen und schon kann man losradeln. Beim Tadpole-Trike muss man über dem Rahmen und vor der Vorderachse stehen – und dann aufpassen, dass man sich weit genug nach hinten setzt. Alles eine Sache der Übung.

Wahrscheinlich ist es auch wesentlich schwieriger, für ein Tadpole ein mobiles Regendach zu entwickeln. Zwei Räder vorn, die beim Einlenken nicht an den Regenschutz anschlagen sollen, machen dies kompliziert. Bei einem Delta-Trike ist das einfacher umzusetzen. Schließlich sind die HASE-Trikes die einzigen Dreiräder mit mobilem Verdeck.

Das Delta-Trike ist für unsere Ansprüche optimal

„Als ich vor 20 Jahren mit dem Dreirad-Entwickeln anfing, erschien mir Delta einfach als die naheliegendere Form“, erklärt HASE BIKES-Gründer Marec Hase. „Erst mit der Zeit ist mir klar geworden, dass das Delta-Dreirad für unsere Ansprüche optimal ist. Sowohl was den sportiven als auch den Reha-Sektor betrifft. Vor allem, wenn man dran bleibt, ständig weiterentwickelt und kleine Nachteile des Systems damit aus dem Verkehr zieht.“

Klar haben wir das Delta-Trike nicht erfunden. Aber wir haben es mit unseren Lösungen weiterentwickelt. Daher ist HASE BIKES wohl der einzige größere Hersteller, der heute erfolgreich Deltas baut.

Einen ganz wichtigen Faktor aller unserer Räder hätten wir fast vergessen. Den findet ihr aber ganz einfach heraus, wenn ihr ein KETTWIESEL, LEPUS oder PINO ausprobiert. Und wer noch nicht genug Gründe hat, der kann sich auf unserer neuen Delta-Seite noch weiter informieren.

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4 Kommentare

  • Antworten Axel Manns 23. Juni 2017 at 13:24

    Ich bin vom Konzept von Hase ganz überzeugt. Ich hab das TRIX gesehen, es mich und wir wussten, wir waren für einander bestimmt. Es lässt sich super fahren und mir eine ganz andere Welt eröffnte. Beide Daumen hoch!

    • Antworten HASE BIKES Team 26. Juni 2017 at 8:35

      Hallo Axel,
      vielen Dank für das Lob und weiterhin viel Freude an deinem TRIX!
      Viele Grüße
      dein HASE BIKES Team

  • Antworten Peter Lösch 24. Juni 2017 at 15:44

    Hallo Ihr Experten, guten Tag,
    ich besitze schon lange Lepus, eine gute Sache, kann man gut klappen. Und im Auto (Skoda Rooster) verstauen.
    Nur jetzt die Frage, kann man den geklappten Lepus mit der Bahn transportieren?
    Das interessiert mich sehr, aber auch eine Freundin von uns hat ein Liegerad (3 Räder; vorne 2 + hinten 1) würde so gerne auch mit der Bahn fahren.
    Ist das möglich, was sagt die Bestimmungen der Bahn?
    Liebe Grüße
    Peter Lösch

    • Antworten HASE BIKES Team 26. Juni 2017 at 16:26

      Hallo Peter,
      die Bestimmungen der deutschen Bahn verbieten es nicht, ein Lepus mit zu nehmen.
      Wie normale Fahrräder, kann auch das Lepus transportiert werden – vorausgesetzt es ist genügend Platz vorhanden.
      Es ist jedoch schon vorgekommen, dass eine zweite Fahrkarte gelöst werden musste aufgrund der Größe des Rades.
      Frage am besten direkt bei der Zugbegleitung nach, ob es nicht zu voll ist und du das Rad mitnehmen kannst.
      Viele Grüße
      dein HASE BIKES Team

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