Technik & Innovation

Bike-Flash schafft den toten Winkel ab!

23. Februar 2018

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Parallel zum Abbiegeassistenten, der in Lkws eingebaut werden kann, gibt es jetzt eine stationäre Warnanzeige für Gefahr durch den toten Winkel: Bike-Flash. Das ist eine Art Warnblinkleuchte. Sie aktiviert sich, sobald sich ein Radfahrer oder Fußgänger im Kreuzungsbereich befindet, der für den Pkw- oder Lkw-Fahrer nicht einsehbar ist.

Martin Budde ist der Entwickler des Bike-Flash.

Martin Budde ist der Entwickler des Bike-Flash.

Entwickelt hat ihn Martin Budde. Er ist selbst Velo-Fahrer und erlebt in seiner Heimat, der Radfahrerstadt Flensburg, immer wieder gefährliche Situationen. 40 Prozent der Unfälle zwischen Auto- und Fahrradfahrern beziehungsweise Fußgängern sind Abbiegeunfälle. Fast die Hälfte also. Und sie gehen oft schlimm aus. Der Abbiegeassistent, also die Warneinrichtung im Auto oder Lkw, ist nur gering verbreitet. Seine allgemeine Verbreitung gibt es wohl nur mit einem Gesetz. Ein Gesetz, das die Fahrzeughersteller dazu bringt, die Warnvorrichtung einzubauen, und die Fahrzeughalter zur Nachrüstung verpflichtet.

Im Gegensatz dazu ist der Bike-Flash so etwas wie die Erweiterung der Ampelanlage. Wobei er nicht nur an der Kreuzung, sondern auch an unübersichtlichen Ausfahrten für Sicherheit sorgen kann.

So kann man den Bike-Flash integrieren

So soll er aussehen: Ein Modell des Bike-Flash.

So soll er aussehen: Ein Modell des Bike-Flash.

Er könnte morgen an unserer Straßenkreuzung stehen. Ein Pfosten mit vier rundumlaufenden Leuchtringen auf unterschiedlichen Höhen. So soll der Bike-Flash für Sportwagenfahrer wie für Brummilenker sichtbar sein. Überraschenderweise arbeitet er nicht mit Radar oder Ähnlichem. Er arbeitet mit einem Wärmebildsensor. Die Technik dazu sitzt auf der Spitze des Pfostens. Sie ist auf den Toten-Winkel-Bereich der Kreuzung ausgerichtet. 16 Meter weit soll das Gerät Menschen erkennen. Egal ob als Radfahrer, Fußgänger oder Skateboardfahrer. In Sekundenbruchteilen wird bei Eintritt in diesem Bereich Alarm geschlagen. Wenn die Leuchtringe anfangen zu blinken, weiß der Autofahrer, hier droht Gefahr. Er steigt auf die Bremse, beziehungsweise wartet, bis die Person das Auto passiert hat. Laut Martin Budde liegt der Bike-Flash selbst immer im Sichtfeld des Autofahrers. Er ist entweder durch die Frontscheibe, das Beifahrer-Fenster oder im Rückspiegel sichtbar.

Wenn also die häufigste Unfallart, durch die Radfahrer zu Schaden kommen, ausgeräumt werden soll, hat der Gesetzgeber jetzt zwei Möglichkeiten. Er kann den Abbiegeassistenten zur Pflicht machen oder Geräte wie den Bike-Flash installieren lassen. Nur entscheiden muss er sich…

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