Tipps & Tricks, Verkehr & Mobilität

Radfahren in der Stadt: So kommt ihr sicher über jeden Belag

15. März 2017

0 Kommentare

Radfahren in der Stadt

Wie komme ich per Bike und Trike sicher und möglichst wenig durchgeschüttelt über schlechte Wege? Mit unseren Tipps für’s Radfahren in der Stadt könnt ihr Knochenschüttler-Untergrund zumindest gefühlt „planieren“.

Eigentlich ist es voll retro: Kopfsteinpflaster ist straßenbaulich ein Relikt der vergangenen Jahrhunderte. Aber es ist bei den Stadtbauämtern beliebt – nicht nur weil es verkehrsberuhigend wirkt. Beruhigend für uns Radfahrer ist der Untergrund dagegen nicht. Je nach Art der Pflastersteine – und wie lange sie schon liegen – werden Radfahrer durchgeschüttelt, teils bis zur Schmerzgrenze.

Tipps für’s Radfahren in der Stadt: Auf Kopfsteinpflaster – oder schlechten Straßen

Tipps für's Radfahren in der Stadt

Mit unseren Tipps für’s Radfahren in der Stadt wird die nächste Fahrt angenehmer.

  • Die Arme nicht voll durchstrecken, sondern die Ellbogen leicht beugen. So federt man die Schläge des Pflasters etwas ab. Nicht verkrampfen!
  • Bei kurzen Strecken und trockenem Untergrund: aus dem Sattel gehen und mit leicht gebeugten Knien in den Pedalen stehen oder im Wiegetritt fahren. Dabei gleichen die Beine viele der Erschütterungen aus. Ist das Pflaster oder die Straße nass: sitzen bleiben, sonst riskiert man dabei, dass das Hinterrad zu wenig belastet ist und wegrutscht.
  • Im Sitzen: den Po am Sattel weit nach hinten schieben. So vergrößert ihr die Auflagefläche. Dadurch werden die Stöße vom Untergrund nicht mehr punktuell weitergegeben und verlieren so an Energie.
  • Den Lenker locker in den Händen halten! Natürlich solltet ihr trotzdem darauf achten, dass durch die Erschütterungen die Hände nicht vom Lenker geprellt werden. Also die Finger um die Griffe beziehungsweise das Lenkerband schließen!
  • Sichereren Geradeauslauf erreicht man, indem man in einem etwas größeren Gang als gewohnt fährt.
  • Wer viel auf Kopfsteinpflaster-Passagen unterwegs ist, sollte mit etwas geringerem Luftdruck fahren. Dadurch erhöht sich der Komfort enorm. Statt 4,5 Bar bei einem durchschnittlich breiten Reifen von etwa 40 Millimetern Breite könnt ihr auf drei bis 3,5 Bar ablassen. Aber Achtung: Keinesfalls darf so wenig Druck im Pneu sein, dass der Reifen durchschlagen kann. Dann ist nämlich oft ein Plattfuß, und zwar der sogenannte Snake-Bite, unvermeidbar. Dabei schlägt die Unebenheit bis auf die Felge durch und die durchstößt durch den Schlag den Schlauch. Das Resultat sieht aus wie ein Schlangenbiss. Und denkt daran: Weniger Luft ist ein Kompromiss, mehr Komfort erkauft man sich mit etwas höherem Rollwiderstand.
  • Wer viel in der Altstadt unterwegs ist – dort ist die Kopfsteinpflaster-Dichte oft besonders hoch –, ist mit einem Rad mit Federgabel oder sehr breiten Reifen gut bedient.
  • Speziell bei Nässe oder Verschmutzung ist Kopfsteinpflaster gefährlich: Hier rutscht man in Kurven viel schneller weg als auf Asphalt!
  • Bordsteine normaler Höhe (ca. 15 Zentimeter) sollte man ohne Federgabel lieber nicht fahrend überwinden. Zu hoch ist die Gefahr, dass die Bordsteinkante durchschlägt.

Radfahren in der Stadt mit einem Trike

Tipps für's Radfahren in der Stadt

Mit der Federung von Lepus & Co. sind auch Radfahrten auf Kopfsteinpflaster kein Problem

Wer auf einem Dreirad wie dem LEPUS oder dem KETTWIESEL unterwegs ist, sitzt ohnehin schon auf einem recht komfortablen und sicheren Rad: Er braucht beim Stopp nicht abzusteigen, kann sich bequem anlehnen und kippt nicht um. Zwar kann der Triker nicht aufstehen, um Stöße mit den Beinen auszugleichen, doch das Gesamtgewicht verteilt sich auf drei Räder. Was auch heißt: Erschütterungen durch Fahrbahnunebenheiten sind geringer. Außerdem ist der Trike-Sessel breiter als jeder Fahrradsessel. Denn es bietet mehr Polsterung, das Körpergewicht verteilt sich auf größerer Fläche.

Auch auf drei Rädern gilt:

  • Je breiter die Bereifung, desto weniger wird der Fahrer den Erschütterungen ausgesetzt.
  • Niedrige Bordsteinkanten sind am besten zu nehmen, wenn man sie im spitzen Winkel anfährt, die Hinterräder also nacheinander drüber rollen.
  • Hohe Kanten sollte man, wenn überhaupt, nur in Schrittgeschwindigkeit überqueren.
  • Selbst nasses Kopfsteinpflaster verliert bei Trikes seinen Schrecken – man bleibt ja auch in Kurven aufrecht und hat so keine erhöhte Gefahr, umzukippen.
  • Mit den vollgefederten HASE BIKE KETTWIESEL – und LEPUS-Modellen der neuen Generation sind Radfahrten auf Kopfsteinpflaster & Co. ohnehin kein Thema mehr: einfach losfahren und drüber gleiten!

Foto (oben): Fotolia/christiane65

Diese Beiträge könnten Ihnen auch gefallen

Keine Kommentare

Antworten

*