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Kettwiesel Cross besteht den Härtetest im Bikepark Winterberg

30. März 2017

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Mobilität war schon immer sein großes Thema. Denn Gunther Belitz kennt die Bedürfnisse und hat viel Ahnung von Reha-Technik – auch aus eigener Praxis. Und als Sportler liebt er die Herausforderung. So kommt es zur Challenge: auf dem Delta-Trike KETTWIESEL CROSS durch den Bikepark Winterberg.

Respekteinflößende Stecken sind eine wilkommene Herausforderung

Anspruchsvolle Stecken sind eine willkommene Herausforderung.

Gunther Belitz stellt sich der Herausforderung

Neun Grad Celsius, starke Schauer und kalter Wind. Winterberg im Sauerland an einem Samstag Anfang Juni. „Als wir ankamen und ich die steile, matschige Strecke von oben sah – ups, da hatte ich erstmal richtig Respekt“, gibt Gunther Belitz aufrichtig zu. Der 52-Jährige ist aber jemand, der mit sportlichen Herausforderungen sehr gut umgehen kann. In den 80er- und 90er-Jahren hagelte es schließlich Medaillen bei den Paralympics für ihn – darunter auch weltmeisterliche.

Belitz hat schon als Kind sein linkes Bein verloren. „Ich war schon immer ein sehr lebendiger Mensch, wollte mich viel bewegen“, erzählt er. „Mit der klassischen Holz-Prothese konnte man beim Fußball vielleicht gut foulen, aber schnell war anders.“ Als jemand, der auf Hilfsmittel angewiesen ist, fühlte er sich immer schon schlecht beraten. „Geht das nicht auch viel besser?“, fragte er. Die Techniker sagten nein. Doch irgendwann Mitte der 80er-Jahre kam dann das Carbon-Bein auf den Markt und startete seinen Erfolgslauf.  Belitz war einer der ersten, die damit liefen. 1992 sprang er Weitsprung-Weltrekord! Sicher haben seine eigenen Erfahrungen auch dazu geführt, dass der gelernte Journalist später die Zeitschrift »Handicap« übernahm. „Was Magazine wie ›Auto, Motor und Sport‹ für Autofahrer machten, wollte ich für Menschen umsetzen, die auf Hilfsmittel angewiesen sind“, sagt er. In den 90er-Jahren allerdings ein ungewöhnliches Konzept: Rollis oder Prothesen testen.

Auch der schlammbespritzte Rahmen zeugt vom Fahrspaß

„Die SUV-Optik ist kein Gimmick“

Aber heute wollte der Journalist das Sportgerät im Delta entdecken. Ein Rad vorne, zwei Räder hinten. Breite Stollenreifen mit viel Grip und ein Fahrwerk, das auch bei Speed gelassen bleibt. Außerdem eine Federung, die alles schluckt, was der Untergrund an Stößen bereithält. „So beeindruckend die serpentinenartigen Steilkurven zunächst waren“, so Belitz, „nach den ersten Metern hatte ich den Eindruck, dass ich das Rad leicht unter Kontrolle halten kann. Die SUV-Optik ist kein Gimmick, die Geländegängigkeit ist authentisch!“

Und der Fahrspaß auch. Belitz hatte seine neunjährige Tochter Charly mitgebracht. Die wollte nicht nachstehen und fuhr dem Papa im Trets-Trike hinterher. Obwohl selbst das Hase Bikes-Team der Meinung war, für Kids sei das hier zu heftig. Auch sie hat es gemeistert! Und ihre Motivation war dieselbe wie die ihres Papas und die der vielen Mountainbiker auf der Strecke, die neugierig unser Tun verfolgten. „Der Nervenkitzel und der damit verbundene Spaßfaktor. Diese Herausforderungen sind einfach immer wieder wichtig“, strahlt auch Belitz; „wenn du es geschafft hast, ist das ein geiles Gefühl“.

Kettwiesel Cross bietet Sicherheitsreserven für schwieriges Gelände

Mit unserem Kettwiesel Cross sind Steilkurven kein Problem.

Auch Steilkurven sind mit unserem Delta-Trike kein Problem.

Und natürlich zeigt das Bikepark-Abenteuer, auf dem das Kettwiesel Cross den Chefredakteur überzeugt hat, auch, wie viele Sicherheitsreserven das Delta-Trike hat, auch wenn es auf „normalen“ Waldwegen oder schlechten Straßen mal zur Sache geht. „Das klebt in der Kurve wie Pattex“, meinte unser Tester nach der zweiten Runde. Lediglich der Liftwart der Anlage konnte die Stimmung kurzfristig trüben. Der hatte offenbar noch nie Trikes gesehen und wollte unsere Räder nicht nach oben schicken. Wenn Belitz aber wieder hoch über den unzähligen Serpentinen im Cross saß und wir ihn beim Hinunterjagen fotografieren, waren alle wieder cross gut drauf.

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