E-Bikes: Tipps zum richtigen Umgang mit dem Akku

E-Bike - Akku am PINO STEPS

Unsere E-Bikes fahren mit der Akkutechnik der modernsten Generation: mit Lithium-Ionen-Systemen. Sie ist sicher und leistungsstark. Für maximale Leistung und Lebensdauer des E-Bikes gibt unser Akku-Spezialist Andre Arandjelovitsch Tipps zum richtigen Umgang mit dem Akku.

Der heutige E-Bikes Akku erlaubt 700 bis 1.000 Ladezyklen

Die heutigen Motoren für elektrisch unterstützte oder angetriebene Fahrzeuge arbeiten fast ausschließlich mit Lithium-Ionen-Systemen. Das hat seine Gründe: „Zum einen sind sie praktisch wartungsfrei“, erklärt Andre, der bei uns im Haus der Spezialist für alles rund um Batterien und Antriebe ist. „Außerdem ist die Technik sehr effizient, sicher und langlebig. Die Akkus erlauben zwischen 700 und 1.000 Ladezyklen. Damit ist gemeint: von ganz leer bis ganz voll. Eine Teilladung zählt nicht als Ladezyklus.“ Reicht also eine Ladung für etwa 80 Kilometer – was je nach Einsatzbereich, Untergrund und Fahrstil realistisch sein kann –, sollte ein Antriebssystem rein rechnerisch für bis zu 80.000 Kilometer gut sein.

Die Zellen werden immer leistungsfähiger

E-Bikes Akku - Kapazität zum Lagern: 60 Prozent der Maximalkapazität

Die ideale Kapazität zum Lagern: 60 Prozent der Maximalkapazität. – Foto: fotolia/©giadophoto

Die Zellen, also die kleinsten Bestandteile der Akkus, werden immer leistungsfähiger, erklärt Andre: Akkus haben heute bei gleichem Gewicht und gleicher Größe etwa die doppelte Kapazität wie Akkus vor sechs oder sieben Jahren. Und die Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende: „Bald haben wir mehr Kapazität in den Akkus, als die meisten E-Biker brauchen“, so schätzt Andre. Klar: Wer will unbedingt 130 Kilometer oder mehr am Tag fahren?

Was viele nicht wissen: Akkus haben heute ein eigenes Managementsystem – ein Mini-Computer steuert ihr Verhalten, schaltet die Zellen beispielsweise aus, wenn die maximale Ladekapazität erreicht ist, und schützt so vor Überladung. Oder die Steuerung schützt die Zellen davor, Schaden zu nehmen, wenn zu viel Leistung auf einmal abverlangt wird.

Tipps zum richtigen Laden und Lagern

Wer sein E-Bike viel nutzt, erfüllt eine gute Voraussetzung dafür, dass die Batterie lange hält: laden und entladen – dafür ist sie gemacht. Wer aber im Winter nicht fährt und sein Rad im Keller stehen hat, sollte es auch seinem Akku gemütlich machen.

Die richtige Temperatur

  • Der Akku fühlt sich am wohlsten bei Temperaturen zwischen zehn und 15 Grad Celsius (wie meist im Keller). Trockenheit ist dabei ein absolutes Muss.
  • Bei diesen Temperaturen sollte man auch am besten laden. Steht das Rad selbst also im Freien, den Akku im Winter in der Wohnung laden.
  • Bei Kälte lässt auch im normalen Fahrbetrieb die Kapazität der Akkus nach: Der Elektrolyt in den Zellen kühlt aus, die chemischen Reaktionen, die für das Stromspeichern und -abgeben verantwortlich sind, werden langsamer. Das kann an kalten Tagen die Reichweite des E-Bikes um 20 Prozent verringern. Eine Erscheinung ähnlich der beim Verbrennungsmotor des Autos – der braucht bei tiefen Temperaturen auch mehr Sprit.
  • Wer seinem Akku in Herbst und Winter Gutes tun und vielleicht auch etwas weiter kommen will, der kauft ihm einen Neopren-Überzieher. Der hält trocken und schützt davor, allzu sehr auszukühlen, wenn man nach dem Laden nicht sofort losfährt. Und schick sieht er auch noch aus.
  • Winterliches Spritzwasser kann den Akkus zwar nichts anhaben, allerdings sollte man beachten, dass Akku und Kontakte selbst nicht dauerhaft „im Wasser stehen“. Das Rad sollte also auch nicht tage- oder gar wochenlang dem Regen ausgesetzt werden.

Die optimale Lagerung

  • Die ideale Kapazität zum Lagern: 60 Prozent der Maximalkapazität. Die Anzeige auf den meisten Akkus macht es uns dabei einfach. So ist der Akku optimal für die Lagerung über zwei, drei Monate gerüstet.
  • Schädlich ist die Tiefentladung: Wenn der Akku so lange liegt, dass er sich selbst völlig entlädt. Das kann allerdings nur passieren, wenn der Akku entweder ungeladen eingelagert oder jahrelang nicht eingesetzt wird.

Die Elektronik up-to-date halten

  • Wer viel fährt, sollte einmal im Jahr mit dem Rad zum HASE BIKES-Händler kommen und neben der Mechanik auch die Elektronik durchchecken lassen.
  • Meist bekommt das Bike dort auch automatisch ein Software-Update: Die Motorenhersteller können damit das System auf den neuesten Stand bringen. Wie beim Computer werden so kleine Fehler ausgemerzt und die Funktionsweise optimiert – und manchmal auch ganz neue Funktionen integriert.

Und ihr habt lange Freude an der Hightech-Ausstattung eures HASE BIKES.

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