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Auf dem Fahrrad in die Ferne: Radfernwege in Deutschland und Europa

18. Juli 2017

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Radfernweg

Radfernwege erfreuen sich steigender Beliebtheit. Der bekannteste unter ihnen ist wohl der Donauradweg. Viele wissen aber nicht, dass er nur einer von vielen Radfernwegen in Deutschland und Europa ist. Wir stellen einige vor und erklären, was Radfernwege ausmacht.

Viele Sehenswürdigkeiten entlang der Radfernwege

In den Ferienmonaten ist er manchmal befahren wie die A3 um halb acht Uhr morgens: der deutsche Teil des Donauradwegs. Er ist seit Jahren einer der beliebtesten Radfernwege überhaupt, glaubt man der Statistik des Allgemeinem Deutschen Fahrradclub ADFC. Radfernwege entlang von Flüssen sind oft sehr gut ausgebaut. Wegen ihrer geringen Steigungen sind sie auch für die ganze Familie machbar. Radfernwege wie der Donauradweg, der von der Donau-Quelle bei Donaueschingen über 2.850 Kilometer bis in Schwarze Meer führt, haben ihre besonderen Reize:

  • Sie führen meist durch besonders abwechslungsreiche und schöne Landschaften.
  • Die Orte entlang der Routen bieten viele Sehenswürdigkeiten.
  • Viele größere Ortschaften entlang der Strecken bieten eine gute Anbindung an den Öffentlichen Nah-und Fernverkehr.
  • Die Suche nach Unterkünften wird in größeren Orten erleichtert.
  • Häufig ist umfangreiches Kartenmaterial zu den einzelnen Radfernwegen verfügbar.
Dave C. auf dem bekanntesten der Radfernwege an der Donau entlang.

Unterwegs auf dem Donau-Radfernweg. Foto: Dave Cornthwaite

Auf dem Radfernweg quer durch Europa

Einen besonderen Reiz üben die internationalen Radrouten aus: Der Europaradweg R1 führt beispielsweise von London in England über Frankreich, Belgien, die Niederlande, Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Estland und Russland nach Sankt Petersburg. 4.000 Kilometer Europa von West nach Ost – oder natürlich in Gegenrichtung. Mit seinen Landschaften und der Kultur auf der Strecke faszinieren kann auch der Via Claudia-Augusta-Radweg: Er führt von Donauwörth in Oberbayern bis an die Adriaküste bei Venedig. Mit gemäßigten Anstiegen stellt er die leichteste Alpenüberquerung für Radfahrer dar. Insgesamt umfasst die Route etwa 900 Kilometer.

Wer es weniger bergig braucht, der kann auf dem Nordseeküstenradweg (knapp 6.000 Kilometer) von Schottland nach Norwegen fahren – mehr oder minder immer an der Küste entlang. Über England, Belgien, die Niederlande, Deutschland, Dänemark und Schweden. Er ist die Nummer 12 der Eurovelo-Routen: 15 Langstrecken sollen bis 2020 fertiggestellt werden. Die Gesamtlänge soll etwa 70.000 Kilometer betragen. Von Sizilien zum Nordkap, von Dublin nach Moskau. Es gibt die Route des Eisernen Vorhangs und die Route von Südspanien nach Athen. Die Möglichkeiten für Urlauber fremde Regionen mit dem Fahrrad zu erkunden steigen stetig an. Erstellt werden diese Radfernwege durch den europäischen Radfahrer-Verband ECF mit Unterstützung der Europäischen Union.

Radfernwege

Auf dem Radfernweg quer durch Europa

Nützliche Informationen über Radfernwege sind online verfügbar

 

Wer einem der Radfernwege folgt, muss relativ wenig planen. Denn Informationen über interessante Strecken und Sehenswürdigkeiten sind online abrufbar. Die meisten Strecken sind gut dokumentiert und für einige sind Apps verfügbar. Wie für den Eurovelo 13 entlang des eisernen Vorhangs. Auf diesem Radfernweg kann die Geschichte der Spaltung Europas nachempfunden werden.  Mithilfe der App wird über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf der Strecke hingewiesen. Allerdings sind viele Verläufe noch nicht detailliert festgehalten und auch nicht sorgfältig beschildert. Zu den aktuellen Radfernwegen lassen sich hier allerhand Informationen finden.

Es gibt viel zu entdecken – in der Heimat und drum herum. Und das Bike beziehungsweise Trike ist wohl das beste Fahrzeug dafür. Räder sind schnell genug, um ausreichend lange Wege zurück zu legen. Sie sind aber auch langsam genug, um viel von den Dingen und Menschen am Wegesrand aufzuschnappen. Außerdem ist man damit so flexibel wie mit keinem anderen Verkehrsmittel.  Aber vor allem ist das Reisen mit dem Fahrrad ein riesiger Spaß! Bikes wie unser Pino zeigen es uns immer wieder!

(Beitragsbild: Elias Grube/Fotolia.de)

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